Ölpreis-Marktnews: Archiv

Russland-Sanktionen lassen den Ölmarkt kalt

30.07.2014
Der Ölmarkt ignoriert die zahlreichen Krisenherde auf der Welt weiterhin - so die Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. Der Konflikt mit Russland eskaliert weiter, nachdem die Europäische Union neue Wirtschaftssanktionen verhängt hat.
Die 28 EU-Staaten konnten sich gestern Dienstag in Brüssel auf ein zusätzliches Sanktionspaket gegen Russland einigen. Dieses beinhaltet unter anderem eine Erschwerung des Zugangs zu den EU-Finanzmärkten russischer Banken, ein Lieferverbot von Kriegsmaterial, Exportverbote im Bereich der Hochtechnologie für das russische Militär und wider Erwarten vieler Beobachter auch ein Lieferverbot für Ölförderungs-Spezialtechnik. Wie bereits in den Vorwochen reagiert der Ölmarkt jedoch auf solche Meldungen nicht mehr. Längst scheinen sich die Marktteilnehmer an dieses Vorgehen gewöhnt zu haben. Eine Rolle für dieses Phänomen spielt vielleicht auch das neu entstandene Bewusstsein der Ersatz-Möglichkeit der Energielieferung aus den USA. Das so genannte Fracking* – eine neue Methode zur Erdgasförderung - ermöglicht es der grössten Ölverbraucherin weltweit, einen Grossteil ihres Energiebedarfs aus eigenen Förderressourcen zu gewinnen. Wichtiger für die Ölpreisbewegungen zeigt sich jedoch die Nachfrageseite: Das steigende Verbrauchervertrauen in den USA sorgte am Nachmittag für einen moderaten Kursanstieg.
Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 107,66 US-Dollar. Das waren 9 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel hingegen um 66 Cent auf 101,02 Dollar.

Link Artikel „Welt.de“ zum neuen Erdölexport-Boom und Fracking in den USA.

*Beim ‚Hydraulic Fracturing‘, kurz ‚Fracking‘, wird mit Chemikalien durchsetztes Wasser und Sand unter großem Druck in tiefes Gestein gepresst. Durch die dabei entstehenden Risse entweicht Erdgas.
 

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Stand: 30.07.2014, nächstes Update: 31.07.2014

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.

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