Ölpreis-Marktnews: Archiv

Ölpreis auf begrenztem Sinkflug

11.09.2014
Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan, Palästinänsische Autonomiegebiete und viele weitere Konflikte lodern oder flackern bereits lichterloh. In der Vergangenheit trieben solche und jeder weitere aufkeimende Konflikt die Ölpreise plötzlich auf ein neues Niveau.  Nun geben die Ölpreise aber, trotz all dieser politischen und militärischen Konflikte, immer weiter nach. Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober kostete heute Morgen 97,98 Dollar. Das waren sechs Cent weniger als am Vortag. Der Preis war zwischendurch sogar auf einen 17-monatigen Tiefstand gefallen.

Die seit Monaten erhöhte Ölförderung in den USA könnte ein Grund für den anhaltenden Preiszerfall trotz diverser Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten sein. Gerade die relativ neue Fördermethode „Fracking“ hat einen kräftigen Einfluss auf das steigende Angebot aus Amerika und drückt die Preise bis zu einem bestimmten Grad in die Tiefe. Viele Konsumenten und Anleger fragen sich, ob das Öl denn nun noch viel günstiger werden könnte – dies wäre die logische Schlussfolgerung aus einem Überangebot am Markt; hier gibt es einerseits die Kosten für die Förderung sowie aber auch das finanzielle Durchhaltevermögen der Öl-fördernden Staaten zu beachten. Gibt es ein ungewöhnlich hohes Überangebot am Markt, wird die Fördermenge aufgrund des Kosten-Nutzen-Verhältnis bestehend aus den Förder- und Transportkosten durch die Öl-fördernden Länder künstlich reduziert. Das Angebot sollte sich dadurch automatisch reduzieren und die am Markt bezahlten Preise könnten die die Kosten wieder decken. Einzig von Krisen durchzogene Staaten mit einem hohen Finanzierungsbedarf von Militärausgaben oder Infrastrukturkosten gefährden diesen Mechanismus von Angebot und Nachfrage indem sie ihr Öl auch unter dem Marktpreis auf den Markt zu schwemmen suchen. Ein Beispiel hierfür gibt die Jihadistengruppe "IS" mit Verkaufsversuchen von eroberten Ölfeldern im Irak und in Siryen (Link zum Artikel im Tages Anzeiger). Bisher jedoch mit bescheidenem bis keinem Erfolg und Einfluss auf die Weltmarktpreise.

Ein Barrel (159 Liter) US-Rohöl der Referenzsorte WTI kostete zuletzt 91,59 Dollar und damit acht Cent weniger als am Mittwoch.
 

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Stand: 11.09.2014, nächstes Update: 12.09.2014

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.

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