Ölpreis-Marktnews: Archiv

Ölpreis-Crash - wie lange ziehen die Heizölpreise mit?

07.11.2014
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) senkt in ihrem Jahresbericht wegen des Schieferölbooms in den USA die Nachfrage-Erwartungen nach Opec-Rohöl.
Der Preiskampf zwischen den USA und den Saudis scheint beschlossen. Der Ölpreis rutschte in den letzten Monaten wegen dem Überangebot an Rohöl stark ab. Aufgrund des Schieferölbooms geht die Opec künftig von tieferen Absätzen aus. Die USA sprengt damit das Kartell, welches seit Jahrzehnten durch aktive, künstliche Drosselung und Erhöhung des Angebots an Rohöl den Preis auf dem Weltmarkt bestimmen konnte.
Der zweite grosse Verlierer in dieser neuen Weltmarkt-Situation ist Russland. Der Preis für russisches Öl ist denn auch um gut einen Viertel gefallen. Für den Staat bedeutet dieser Preiszerfall täglich hohe Gewinneinbussen. Der russische Präsident Vladimir Putin betonte kürzlich, dass es auch politische Gründe für den Rutsch des Ölpreises gibt. Seine Aussage "In manchen Krisenmomenten wächst der Eindruck, dass die Politik bei der Preisgestaltung für Energieressourcen die führende Rolle spielt", ist mit einem scharfen Blick auf die aus Russlands Perspektive aggressiv anmutende Wirtschaftspolitik der USA zu verstehen.

Die Ölpreise sind gestern Nachmittag nochmals unter Druck geraten.
Das Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete noch 82,26 US-Dollar. Das waren 69 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI sank um 1,26 Dollar auf 77,42 Dollar.

Auch der Heizölpreis in der Schweiz ist stark gefallen. Die Ölpreise sind ein wichtiger Faktor bei der Preisgestaltung des Brennstoffes.
Steigt jedoch die Auslastung der inländischen Heizöl-Transporteure aufgrund sinkender Temperaturen an, wird sich diese parallele Bewegung zwischen Heizöl- und Rohölpreis immer weiter auflösen. Der Heizölpreis kann– bei einer hohen Transport-Auslastung – durchaus stark ansteigen.
 

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Stand: 07.11.2014, nächstes Update: 08.11.2014

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl, Diesel und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.

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