Ölpreis-Marktnews: Archiv

Ölpreise sinken weiter

17.11.2014
Am Montag sind die Ölpreise weiter gesunken. Zum Wochenschluss gab es eine kurze Gegenbewerung. Die Gewinne konnten sich aber nicht halten. Am Markt wartet man nach wie vor auf eine Reaktion seitens der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Bei früheren anhaltenden Preisfällen hatte Saudi-Arabien, der grösste OPEC-Produzent, jeweils die Produktion gekürzt, um eine Preisstabilisierung zu erreichen. Aktuell fahren die Saudis eine andere Strategie – Anfang November hatten sie gar die Preise für Exporte in die USA gesenkt.

Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Morgen 79.01 US-Dollar. Das waren 40 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 27 Cent auf 75.55 US-Dollar.

Die zwölf Mitgliedsländer der OPEC werden sich am 27. November in Wien treffen. Laut Experten kann trotz des Preisverfalls von über 30 Prozent in den letzten vier Monaten nicht mit Beschlüssen zu Produktionskürzungen gerechnet werden.

Es sieht ganz nach einem Preiskampf aus, um die amerikanischen Schieferölproduzenten unter Druck zu setzen. Die OPEC streitet diese Vorwürfe bislang jedoch ab. Die USA hat durch die neue Fracking-Methode in den letzten Jahren massiv mehr Öl gefördert. Mittels Fracking werden Ölvorkommen in Gesteinsschichten durch Aufbrechen gelöst. Durch diese umstrittene Ölförderung ist die Produktion von Rohöl in den USA gemäss Angaben der Energiebehörde (EIA) erstmals seit den 70er Jahren wieder bei über neun Millionen Fass pro Tag.

Analysten deuten die Zurückhaltung der OPEC als Angriff auf die US-Förderindustrie. Da die Ölförderung mittels Fracking vergleichsweise teuer ist, kann der tiefe Ölpreis für die Schieferölproduzenten problematisch werden. Wo die Preisgrenze liegt, ist umstritten. Es gibt bereits Meldungen, dass erste Ölfirmen in den USA ihre Investitionen gestoppt haben. Die EIA beteuert jedoch, dass die Kosten der Schieferölförderung in den letzten Jahren deutlich gesunken sei. Auch wenn der WTI-Preis derart tief bleibe, werde die Produktion auf einem hohen Niveau weitergeführt.

Ausserdem leiden einige OPEC-Mitglieder bereits unter den tiefen Ölpreisen. Daher kann am Treffen Ende November damit gerechnet werden, dass sich die Mitglieder über das weitere Vorgehen uneinig sind.

Wirtschaftlich könnten die tiefen Ölpreise nach einer gewissen Zeit für einen Aufschwung sorgen. Industrieunternehmen sparen Produktionskosten und Verbraucher profitieren von tieferen Benzin- und Heizölpreisen, was die Kaufkraft steigen lässt.
 

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Stand: 17.11.2014, nächstes Update: 18.11.2014

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl, Diesel und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.

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