Ölpreis-Marktnews: Archiv

Ölpreise kaum verändert - Russland und Venezuela verbünden sich

19.11.2014
Die Ölpreise haben sich am Mittwoch nur leicht und uneinheitlich verändert. Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Morgen 78.67 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember sank um 33 Cent auf 74.28 US-Dollar.

In dieser Woche konnte sich die anhaltende Talfahrt der letzten Monaten etwas bremsen. Erstmals ist eine Stabilisierung in Sicht. Es gibt jedoch immer noch keine Anzeichen seitens der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) gegen den 30-prozentigen Preiseinbruch seit Juni vorzugehen.

Die schwachen Ölpreise bereiten einigen Staaten zunehmend Kopfzerbrechen. Venezuela finanziert beispielsweise Schulden im Ausland und Sozialprogramme mit Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Die Regierung will daher aktiv werden. Auch Russland möchte gegen die sinkenden Ölpreise vorgehen. Aufgrund der Krise in der Ukraine und der daraufhin verhängten Wirtschaftssanktionen aus dem Westen, sind die Russen ebenfalls stark auf Gelder aus dem Ölgeschäft angewiesen.

Die beiden Ölproduzenten wollen zusammen gegen den Preisverfall vorgehen und haben den Beschluss gefasst, Vorschläge zur Preisstabilisierung zu erarbeiten. Dies berichtete der russische Energieminister Alexander Nowak nach seinem Treffen am Dienstag mit Rafael Ramirez, dem Aussenminister von Venezuela. In der folgenden Woche sollen die Details besprochen werden. Welche Massnahmen ihnen konkret vorschweben, wollte Nowak noch nicht bekannt geben.

Venezuela gehört zu den Mitgliedern der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Andere grosse Förderländer der OPEC sehen derweil offenbar noch keine Notwendigkeit, etwas zu unternehmen. Saudi-Arabien, der grösste OPEC-Produzent, ist nicht zu Produktionskürzungen bereit. In Hinblick auf die konjunkturell bedingt schwache Nachfrage wollen Marktanteile gesichert werden.

Es wird immer mehr Öl gefördert, welches nicht genug Abnehmer findet. Diese Situation hat sich in den letzten Monaten mit der gestiegenen Schieferölproduktion der US-Produzenten zugespitzt. Das American Petroleum Institute (API) veröffentlichte die Zahlen zu den Lagerbeständen an Rohöl in den USA. Die Ölreserven sind demnach im Vergleich zur Vorwoche wieder gestiegen, um 3.7 Millionen Fass. Die offiziellen Daten der US-Regierung werden heute Nachmittag erwartet.
 

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Stand: 19.11.2014, nächstes Update: 20.11.2014

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl, Diesel und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.

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