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Ölpreis auf Tiefststand – Sitzung der OPEC findet heute statt

27.11.2014
Am Donnerstag sind die Ölpreise weiter gesunken und rutschten damit auf den tiefsten Stand seit über vier Jahren. Seit Mitte des Jahres haben die Ölpreise laufend nachgeben und sind mittlerweile etwa um 30 Prozent abgerutscht. Das bestimmende Thema am Ölmarkt ist das weltweite Überangebot an Rohöl. Heute wird sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in Wien treffen und sich über allfällige Massnahmen zur Steuerung der Ölpreisentwicklung beraten.

Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Morgen 76.44 US-Dollar. Das waren satte 1.31 US-Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1.00 US-Dollar auf 72.61 US-Dollar. Beide Ölpreise sind in der letzten Nacht auf den tiefsten Stand seit September 2010 gefallen.

Grund für den starken Preisfall ist die Aussicht auf eine gleichbleibend hohe Fördermenge der OPEC. Händler rechnen nicht mit Massnahmen der Organisation gegen den tiefen Ölpreis. Saudi-Arabien, das mächtigste OPEC-Mitglied, scheint die Preissituation gelassen zu sehen. Der saudische Ölminister Ali al-Naimi ist der Meinung, dass sich der Ölpreis «irgendwann von selbst» stabilisieren werde. Nach dieser Aussage kann davon ausgegangen werden, dass Saudi-Arabien eine Kürzung der Ölförderung ausschliesst. Für einen Beschluss zur Anpassung der Fördermengen müsste der grösste OPEC-Produzent mitziehen.

Auch der iranische Ölminister Bijan Zanganeh nimmt offenbar eine ähnliche Position ein wie Saudi-Arabien. Die beiden Mitgliedsländer hatten sich gestern zu bilateralen Gesprächen getroffen. Der Ölminister von Kuwait machte ebenfalls Aussagen, die nicht für eine Produktionskürzung sprechen. Die Ölproduzenten müssten auch mit einem Ölpreis von 60 US-Dollar auskommen.

Was hingegen erwartet werden kann, ist eine strengere Einhaltung der festgelegten Fördermenge. Diese ist auf 30 Millionen Fass pro Tag begrenzt. Ein Drittel des Öls weltweit wird von den OPEC-Staaten gefördert.

In der aktuellen Situation spielt die zunehmende Förderung von Schieferöl in den USA eine entscheidende Rolle. Der tiefe Ölpreis wird vor allem mit der hohen Produktion in der grössten Volkswirtschaft begründet. Die neuartige Fracking-Methode hat für einen Ölboom gesorgt, der die Preise unter Druck setzt.

Laut dem saudischen Analysten Abdelwahab Abu-Dahesch ist Saudi-Arabien im Stande, den tiefen Ölpreis zwei bis drei Jahre auszuhalten. Die Preisnachlässe, die kürzlich für Ölexporte in die USA gewährt wurden, können als Strategie gedeutet werden, die Marktanteile zu verteidigen.

Wenn die Ölpreise weiterhin sinken, wird die teurere Schieferölförderung nicht mehr gleich rentabel sein. Die Vermutung liegt dabei, dass die OPEC auf Produktionskürzungen der US-Produzenten abwartet.

Gestern veröffentlichte die US-Regierung die Lagerbestandsdaten an Rohöl in den USA. Die Ölreserven sind im Vergleich zur Vorwoche um 1.9 Millionen Fass angestiegen und liegen über dem Durchschnitt in dieser Jahreszeit.
 

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Stand: 27.11.2014, nächstes Update: 28.11.2014

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.

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