Ölpreis-Marktnews: Archiv

Ölpreise fallen weiter – Erholung konnte sich nicht halten

07.01.2015
Am Mittwoch haben sich die Ölpreise wieder verbilligt. Am Vortag konnten sich die Ölpreise noch stabilisieren, der Trend nach unten scheint nun aber weiter zu gehen. Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am Morgen 50.61 US-Dollar. Das waren 49 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 58 Cent auf 47.35 US-Dollar.

Heute werden die offiziellen Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl in den USA veröffentlicht. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg der Ölreserven. Damit müsste weiterhin von einer schwachen Nachfrage ausgegangen werden. Wie es aus dem Handel hiess, hatte diese Erwartung den jüngsten Preisabschlag ausgelöst. Nach Einschätzungen der Citigroup sei ausserdem dieses Jahr mit einer abnehmenden Menge der Ölimporte in China zu rechnen.

Bereits seit Mitte des vergangenen Jahres belastet das zu hohe Angebot auf dem Weltmarkt die Ölpreise. Experten der Commerzbank sprechen von einem „rabenschwarzen Auftakt in das neue Handelsjahr“. Im ersten Halbjahr 2015 wird das Überangebot auf dem Markt nach der Einschätzung der Fachleute bei 1.5 Millionen Fass Rohöl pro Tag liegen.

In Deutschland wirkt sich der Einbruch der Ölpreise derweil wie ein Konjunkturpaket aus. Martin Wansleben, der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), schätzt, dass die Unternehmen und Verbraucher in diesem Jahr um rund 20 Millionen Euro entlastet würden, wenn sich der Ölpreis weiter auf diesem Niveau bewegt. Profiteure der tiefen Ölpreise sind die Industrie, Fluggesellschaften, Spediteure wie auch die Endverbraucher.

Durch die tieferen Energiekosten können die Firmen grössere Investitionen vornehmen. Falls sich die Abwärtsspirale weiter zuspitzt, könnten die tiefen Ölpreise nach Einschätzung einiger Beobachter durch weitere Preiseinbrüche und eine schwach bleibende Nachfrage jedoch eine Deflation auslösen.

Auf dem derzeitigen Niveau der Ölpreise ist zwar eine Stabilisierung zu erwarten, bisher hat sich der Abwärtstrend aber fortgesetzt. In Saudi-Arabien, dem grössten Ölproduzenten der Organisation Erdöl exportierende Länder (OPEC), ist man der Ansicht auch mit einem noch tieferen Ölpreis umgehen zu können. Eine Kürzung der Fördermengen, die den Ölpreis anheben könnte, ist weiterhin keine Option. Diese Woche hat das Land seine Preise für Ölexporte nach Europa gesenkt.
 

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Stand: 07.01.2015, nächstes Update: 08.01.2015

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl, Diesel und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.

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