Mineralölalphabet - E

Edeleanu-Verfahren
Einbrennöl
Einfahröle
Elektromotorenfett
Emcor-Verfahren
Emissionen
Emulgatoren
Emulgierbarkeit
Emulgierfestigkeit
Emulsion
Emulsionsstabilisatoren                                
EN
Engler (E)

Enteisungsmittel
Entparaffinierung
Entspannungsverhalten von Schmierfetten
EP-Schmierstoffe
Erdgas
Erdöle
Erdölharze
Erdwachs
Erstarrungspunkt
Ester
Ethylenglykolgehalt
Extrakte
Extreme Pressure (EP) Hochdruckzusätze

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Edeleanu-Verfahren
Verfahren zur selektiven Extraktion von Mineralölen mit flüssigem Schwefeldioxid. Siehe auch Duo-Sol-Verfahren und Furturol-Verfahren.

Einbrennöl

a) Gemisch aus fetten Ölen, Mineralölen, Paraffin und Wachsen zum Imprägnieren (Brennen) von Riemenleder.
b) Siehe Brünieröl.

Einfahröle
Schmieröle zum Einlaufen neuer Maschinen, Motoren, Getriebe usw. um möglichst kontrolliert durch die chem.-physik.-Vorgänge die Rauhigkeitsspitzen zu glätten bzw. einzuebnen, damit ein grösserer Traganteil der aufeinander gleitenden Flächen erreicht wird.

Elektromotorenfett
Siehe Wälzlagerfett.

Emcor-Verfahren
Prüfung der korrosionsverhindernden Eigenschaften von Schmierfetten für Wälzlager, Gleitlager usw. in Gegenwart von Wasser: DIN 51802.

Emissionen
Schadstoffmengen, die aus Schornsteinen, Auspuffanlagen usw. in die Atmosphäre abgegeben werden und die Luftverunreinigung verursachen.

Emulgatoren
Fettsäuren, Fettseifen, Ammoniumsalze, Sulfon-und Naphthensäuren, Alkyl-und AcylpoIyglykole usw.; sie werden eingeteilt in anionaktive-, kationaktive und nichtionogene Emulgatoren. Emulgatoren sind oberflächenaktive Stoffe, die durch Herabsetzung der Grenzflächenspannung des Wassers die Bildung und Haltbarkeit einer Emulsion bewirken. Man unterscheidet ÖI-in-Wasser-Emulsionen (meistens) und Wasser-in-ÖI-Emulsionen.

Emulgierbarkeit
Die Neigung eines Syntheseöles, Mineralöles bzw. eines legierten oder compoundierten Öles, mit Wasser eine Emulsion zu bilden.

Emulgierfestigkeit
Widerstand eines Schmieröles gegen Emulsionsbildung. Bestimmung des Wasserabscheidevermögens nach Dampfbehandlung: DIN 51589 T1.

Emulsion
Mischung nicht löslicher Stoffe; bei Mineralölen z.B. mit Wasser unter Mitwirkung von Emulgatoren.

Emulsionsstabilisatoren
Oberflächenaktive Stoffe (Emulgatoren, Tenside), die die Emulsion stabil halten. Siehe Emulgatoren.

EN
Europäische Norm.

Engler (E)
Konventionelles Mass zur Kennzeichnung der Viskosität; gemessen wird die Ausflusszeit eines Öles aus einem bestimmten Gefäss; das Verhältnis der relativen Ausflusszeit des Öles zu dem von Wasser bei 20 oe ist das Engler-Grad.

Enteisungsmittel

a) Kraftstoffzusätze, die die Vergaservereisung verhindern sollen (Alkohole wie Isopropylalkohol usw.).
b) Enteisungsflüssigkeiten, zur Verhinderung der Vereisung an Tragflächen.

Entparaffinierung
Entfernen von Paraffinen aus Mineralölprodukten durch Zusatz von Lösungsmitteln und Abkühlung mit nachfolgender Filtration bzw. mittels katalytischer Verfahren zur Verbesserung des Kälteverhaltens.

Entspannungsverhalten von Schmierfetten
das Entspannungsverhalten von Schmierfetten ermöglicht Aussagen über die Eignung bei der Verwendung in Zentralfettschmieranlagen: DIN 51816 T2.

EP-Schmierstoffe
Extreme Pressure-Schmierstoffe; bei Schmierölen oder Schmierfetten, die EP-Wirkstoffe (polare oder metallaktive Zusätze bzw. Festschmierstoffe usw.) enthalten, um ein höheres Lastaufnahmevermögen zu ermöglichen, z.B. in Motorenölen, Getriebeölen, Hypoidgetriebeölen, Hydraulikölen, Schneidölen usw.

EP-Schmierstoffe
Extreme Pressure-Schmierstoffe; bei Schmierölen oder Schmierfetten, die EP-Wirkstoffe (polare oder metallaktive Zusätze bzw. Festschmierstoffe usw.) enthalten, um ein höheres Lastaufnahmevermögen zu ermöglichen, z.B. in Motorenölen, Getriebeölen, Hypoidgetriebeölen, Hydraulikölen, Schneidölen usw.

das Entspannungsverhalten von Schmierfetten ermöglicht Aussagen über die Eignung bei der Verwendung in Zentralfettschmieranlagen: DIN 51816 T2.

EP-Schmierstoffe
Extreme Pressure-Schmierstoffe; bei Schmierölen oder Schmierfetten, die EP-Wirkstoffe (polare oder metallaktive Zusätze bzw. Festschmierstoffe usw.) enthalten, um ein höheres Lastaufnahmevermögen zu ermöglichen, z.B. in Motorenölen, Getriebeölen, Hypoidgetriebeölen, Hydraulikölen, Schneidölen usw.

Erdgas
Kommt im Erdöl sowie in gesonderten Erdgaslagern im Erdinneren vor; Hauptbestandteil ist Methan.

Erdöle
Im Erdinnern in porösen Speichergesteinen (Erdöllagerstätten), aus tierischen und pflanzlichen Fetten mittels Temperatur und Druck sowie katalytischen Wirkungsmechanismen entstandene Kohlenwasserstoffgemische mit geringen Anteilen an Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff und Metallen; man unterscheidet paraffinbasische, naphthenbasische und gemischtbasische Erdöle.

Erdölharze

a) Ungesättigte Kohlenwasserstoffverbindungen, die an der Luft oder beim Erhitzen verharzen und lackartige, spröde, weniger harte oder braungelbe Rückstände bilden.
b) Kohlenwasserstoffharze, Sammelbezeichnung für Thermoplaste (Polymere) zur Verwendung in Kautschuk, Farben, Klebstoffen usw.

Erdwachs
(Ozokerit) mikrokristalline hochschmelzende wachsartige Kohlenwasserstoffverbindungen.

Erstarrungspunkt
Bestimmung des Erstarrungspunktes von Paraffin: DIN 51556.

Ester
Verbindungen zwischen Säuren und Alkoholen unter Wasseraustritt (Aldol-Kondensation oder Oxosynthese). Ester höherer Alkohole mit zweiwertigen Fettsäuren bilden die sogenannten Esteröle; synthetische Schmieröle, die je nach Art bestimmte Vorteile der chem.-physikalischen Charakteristik gegenüber mineralischen Schmierölen aufweisen.

Ethylenglykolgehalt
Von gebrauchten Motorenölen: DlN 51375 T1/ T2.

Extrakte
Durch Lösungsmittelraffination extrahierte Anteile aus Mineralölen. Siehe Duo-Sol-Verfahren.

Extreme Pressure (EP) Hochdruckzusätze
Zinkdialkyl-Dithiophosphate; Trikresylphosphate, organische Phosphate, Chlor-, Schwefel-und Stickstoff-Verbindungen (chlorhaltige Hartparaffine, Bleiseilen und Naphthenate) usw. Zur Erhöhung des Lastaufnahmevermögens und zur Herabsetzung des Verschlei Bes im Mischreibungsgebiet werden Getriebeölen, Motorenölen, Hydraulikölen, MetalIbearbeitungsölen usw. EP-Additive zugesetzt. Die Wirkung beruht auf Bildung von Oberflächenschichten (Metallschichten), die im Mischreibungsgebiet möglichst das Verschweissen der Rauhigkeitsspitzen verhindern sollen und möglichst ein Gleiten der sich aufeinander bewegenden Metalloberflächen ohne Verschleiss erreichen sollen. Gleichzeitig ist eine Reibungsverminderung erwünscht.