Marktnews  Verhältnis zwischen den USA und dem Iran bleibt angespannt

Verschiedene Einflussfaktoren führten im gestrigen Handelsverlauf zu deutlich tieferen Ölnotierungen. Der
Abschuss einer iranischen Drohne über der Strasse von Hormus am späten Abend sorgte für eine deutliche Aufwärtskorrektur.
Neben dem milderen Umgangston zwischen dem Iran und den USA wirkten die düsteren Wirtschaftsaussichten dämpfend auf die Kurse. Ausserdem hat der Tropensturm «Barry» nicht die erwarteten Schäden an Ölinstallationen verursacht. Wie angespannt die Lage zwischen den USA und dem Iran derzeit ist, zeigt der Abschuss einer iranischen Drohne über der Strasse von Hormus. Gemäss US-Präsident Trump war die Drohne gefährlich nahe an ein US-Kriegsschiff herangeflogen, worauf diese umgehend zerstört wurde. Interessanterweise liess der Iran verlauten, dass keine Drohne vermisst werde. Die jüngsten Ereignisse schmälern die Hoffnungen auf eine baldige Lösung des Konflikts was wiederum eine Erhöhung der Risikoprämie auf den Ölkontrakten zur Folge hat.


1 USD = 0.9836

Stand: 19.7.2019, nächstes Update: 22.7.2019

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.

US-Bestandszahlen sorgen für leichten Druck auf die Ölpreise

Tendenz stabil – Die Ölpreise sind gestern nach der Veröffentlichung der neuesten US-Bestandszahlen für Ölprodukte durch das DOE (Department Of Energy) gefallen. Die gegenüber der Vorwoche deutliche, unerwartete Zunahme der Produktlager belastete die Ölpreise. Die Heizölvorräte sind um 5.7 Mio. Fass angestiegen, Analysten hatten einen Lageraufbau von 0.4 Mio. Fass vorausgesagt. Die Benzinbestände sind um 3.6 Mio. Fass höher, hier wurde ein Rückgang der Lager um 1.9 Mio. Fass prognostiziert.

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Deutliche Abwärtskorrektur

Tendenz leicht sinkend – Nachdem der Londoner Gasölhandel geschlossen hatte, rutschen gestern die Ölnotierungen regelrecht ab. Die Impulse für die Abwärtsbewegung kamen aus den USA. Dort nahmen die Marktteilnehmer zur Kenntnis, dass der Wirbelsturm Barry sich vor der Südküste der USA im Golf von Mexiko abgeschwächt hat. In dieser Region werden 16 Prozent des gesamten Rohöls der USA gefördert.

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Aufwärtsbewegung gerät ins Stocken

Tendenz stabil – Bei den Ölnotierungen scheint die Aufwärtsbewegung der letzten Woche ins Stocken geraten zu sein. Im Konflikt zwischen dem Iran und den westlichen Mächten herrscht eine Pattsituation. Die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen China und den USA kommen auch nicht richtig voran.

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