Marktnews  Schwache Konjunktur sorgt für tiefere Ölnotierungen

Die Ölnotierungen gaben gestern im Tagesverlauf nach. Die OPEC und nicht-OPEC-Förderländer haben beschlossen die Förderkürzungen bis März 2020 zu verlängern. Es herrscht jedoch Skepsis, ob dieser Beschluss angesichts der sich global abschwächenden Weltwirtschaft ausreichen wird, um den Markt in Gleichgewicht zu halten.
Die Handelsgespräche zwischen den USA und China haben zur Stützung der Ölnotierungen bisher noch nicht beigetragen. US-Präsident Trump meinte gestern, China müsse den USA entgegenkommen. Eine einvernehmliche Lösung im Handelskonflikt zu finden gestaltet sich demnach als ziemlich schwierig. Aufgrund der momentan schwachen globalen Konjunktur sehen die Analysten die Nachfrage nach Ölprodukten schwinden. Dementsprechend hat ein Förderlimit der OPEC und nicht-OPEC-Förderländer nur wenig Wirkung. Die Bestandsdaten des API (American Petroleum Institute), welche gestern veröffentlicht wurden, zeigen vor allem beim Rohöl stärkere Abbauten als erwartet. Im frühen Handel zeigten die Preise deshalb einen etwas festeren Ton. Heute Nachmittag werden die Bestandszahlen des DOE (Department of Energy) publiziert.

1 USD = 0.9854

Stand: 3.7.2019, nächstes Update: 4.7.2019

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.