Marktnews  Bestandsdaten belasten die Ölnotierungen

Die Ölpreise gerieten gestern Nachmittag etwas unter Druck und beendeten vorübergehend die Aufstiegsrallye. Zuvor wurden Höchstwerte, ja sogar Jahreshöchswerte, erreicht.
Die am Mittwoch veröffentlichten Bestandsdaten des US-Energieministeriums belasteten die Ölnotierungen. Zwar sind die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche stärker als erwartet gefallen. Gleichzeitig sind jedoch die Benzin- und Mitteldestillate deutlich stärker angestiegen als erwartet. Besonders auffallend ist die Zunahme der Benzinbestände in den USA, die darauf hinweist, dass die Benzinnachfrage trotz Beginn der «Driving Season» deutlich schwächer ist als erwartet. Für grundlegenden Auftrieb am Ölmarkt sorgt seit längerem die vielerorts entspannte Corona-Lage, insbesondere in den USA, China und weiten Teilen Europas. Auch in Indien entspannt sich die Lage zusehends, zuletzt wurden deutlich weniger Infektionen gemeldet. Die daraus folgende, verstärkte Mobilität lässt die Ölnachfrage weiter ansteigen. Darüber hinaus wirkt die Förderdisziplin der OPEC+ Staaten sowie die unzureichende Reaktion der Nicht-Opec-Produzenten preistreibend.

1 USD = 0.8960

Stand: 10.6.2021, nächstes Update: 11.6.2021

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.