Mineralölalphabet - P

 

Paraffinausscheidung BPA                           
Paraffine (Alkane)
Paraffingatsch
Paraffinöle
Paraffinum Liquidum
PCV-System
Penetration
Penetrometer
Pensky-Martens
Peroxide
Petrolether
Petrolatum
Petroleum
Petrolkoks
Petter- Motorenöl-Test
Philipp-Test
pH-Wert
Pipeline

Pittinge
Plankton
Platformieren
Poise
Polare Wirkstoffe
Polhöhe
Polyalphaolefine (PAO)
Polymerisation
Pourpoint
Pourpoint- Verbesserer - (Pourpoint Depressant)
ppm
Präzision
Preignition
Premiumöl
Pressluftfette
Probennahme
Propan
Pyknometer

--------------------------------------------------------------------------------------------
 

Paraffinausscheidung BPA
Beginn der Paraffinausscheidung unter festgelegten Prüfungsbedingungen für Dieselkraftstoff in °C angegeben: DIN 51597 zurückgezogen; dafür Grenzwert der Filtrierbarkeit (CFPP); Cloudpoint und Pourpoint.

Paraffine (Alkane)
Gasförmige, flüssige und feste kettenförmige gesättigte Kohlenwasserstoffverbindungen; man unterscheidet Normal (n)-Paraffine mit kettenförmiger und Iso(i)-Paraffine mit verzweigter Struktur.

Paraffingatsch
Feste ölhaltige Paraffine (Rohparaffin), fallen bei der Entparaffinierung von Mineralöl oder Schieferöl an; Weiterverarbeitung erfolgt dann durch Entölung und Raffination.

Paraffinöle
Veraltete Bezeichnung für Paraffinum Liquidum, Weissöle und helle Mineralöle. Siehe Weissöl, Vaselinöl.

Paraffinum Liquidum
Wasserklare, niedrigviskose, geruch- und geschmacklose Weissöle (hochausraffinierte Paraffinöle, zugelassen nach DAB VIII, perliquidum und subliquidum).

PCV-System
Positive-Crankcase-Ventilation; Entlüftung des Kurbelgehäuses von Verbrennungsmotoren; blow by-Gase und Öldämpfe des Triebwerkes gelangen über den Vergaser in den Verbrennungsraum; das PCV-System soll somit zur Reinhaltung der Luft beitragen.

Penetration
Mit Penetration bezeichnet man bei Schmierfetten die Strecke, um die ein Kegel bestimmter Abmessung senkrecht in die zu untersuchende Probe unter vorgeschriebenen Bedingungen eindringt: DIN ISO 2137; DIN 51804 T 2; bei Bitumen wird für den gleichen Zweck anstelle des Kegels eine Nadel verwendet: DIN 1995. Siehe Konsistenz, Ruhpenetration und Walkpenetration.

Penetrometer
Gerät zur Bestimmung der Penetration.

Pensky-Martens
Bestimmung des Flammpunktes im geschlossenen Tiegel, für Mineralöle und andere brennbare Flüssigkeiten mit Flammpunkten im Bereich von 65 bis 200°C: DIN 57 758.

Peroxide
Unerwünschte chemische Verbindungen, organisch und anorganisch, die die Bildung von Harzen durch Oxidation und Polymerisation begünstigen.

Petrolether
Niedrigsiedende Benzinfraktion, abgestimmt auf den Anwendungszweck; überwiegend als Extraktionsmittel für analytische Zwecke eingesetzt; Siedeverlauf 25 bis 80°C; frei von aktivem Schwefel und Geruchsstoffen: DIN 51630.

Petrolatum
Bitumenfreier Rückstand aus der Erdölverarbeitung von salbenartiger bis plastisch fester Konsistenz, welcher aus mikrokristallinen Paraffinen und Öl besteht. Siehe auch Vaseline.

Petroleum
Kohlenwasserstoff-Fraktion aus dem Erdöl, der Siedebereich liegt etwa zwischen 130 und 280 °C, Gefahrklasse A ll oder A III je nach Fraktion; Anwendungsbereich als Leucht-, Brenn- oder Lösungspetroleum (auch Kerosene genannt): DIN 51 636.

Petrolkoks
Ausser den gasförmigen und flüssigen Produkten beim Cracken entsteht ein fester Rückstand, der sogenannte Petrolkoks.

Petter-Motorenöl-Test
Einzylinder-Dieselmotor wird zu Prüfläufen für Motorenöle verwendet und gibt Rückschlüsse auf Rückstands- und Lackbildung sowie Kolbenringklemmen.

Philipp-Test
Siehe Kältemittel- Beständigkeit: DIN 51593.

pH-Wert
Mass für Wasserstoff (H)-ionenkonzentration in wässriger Lösung für die saure bzw. alkalische Reaktion: pH-Wert = 7: neutral; pH > 7: alkalisch; pH < 7: sauer; wichtig zur Kontrolle von wassergemischten Kühlschmierstoffen; Messung erfolgt mittels pH-Papier oder elektrischer pH-Messgeräte: DlN 51369.

Pipeline
Rohrleitungen, durch die Erdöl, Rohöl, Mineralölprodukte und andere flüssige Medien befördert werden.

Pittinge
Grübchenartige Erscheinungen an Zahnoberflächen infolge Materialermüdung; in der Wälzkreiszone bilden sich kleinste Risse, die sich später in kleine Vertiefungen und zu Löchern an der Oberfläche ausbilden.

Plankton
Das „Umhertreibende" (griech.); alle im Wasser frei schwebenden tierischen und pflanzlichen Mikroorganismen, die die Hauptbestandteile von Faulschlammhorizonten sind und später zur Bildung von Erdöllagerstätten führen.

Platformieren
Katalytisches Reformieren mit platinhaitigern Katalysator von Destillatbenzinen.

Poise
Masseinheit für die dynamische Viskosität; kann aus der gemessenen kinematischen Viskosität (Stokes) durch Multiplizieren mit der Dichte der zu prüfenden Flüssigkeit bei bestimmter Prüftemperatur berechnet werden. Siehe Viskosität .

 
1 P = 1 Poise = 0,1 Pa x s = 0,1 N x s = 1      g
 

m2

      cm x s
 
10 P = 1 Pa x s = 1 N x s = 1 kg = 1 x 103 c P
 

m2

    m x s  
 

Polare Wirkstoffe
Kohlenwasserstoffmoleküle, die sich infolge ihres Molekülaufbaues und durch Verbindung mit anderen Elementen wie Sauerstoff, Schwefel, Chlor usw. nicht elektrisch neutral verhalten und in Verbindung mit Metalioberflächen eine polare (elektro-chemische) Wirkung erzielen. Der Gehalt an polaren Wirkstoffen, wie synthetische Ester (Fettstoffe) oder Fettsäuren, in Ölen erhöht die Druckfestigkeit des Schmierfilmes und verbessert damit die Schmierwirkung bei Festkörperreibung (Grenzreibung) und im Mischreibungsgebiet. Bei extrem niedriger Gleitgeschwindigkeit verhindern diese polaren Wirkstoffe z.B. das Stick-Slip (Ruckgleiten) bei Bettbahnen an Werkzeugmaschinen. Reine Kohlenwasserstoffe sind "nicht-polar".

Polhöhe
Mass für das Viskositäts-Temperaturverhalten eines Öles.

Polyalphaolefine (PAO)
Sind synthetische Kohlenwasserstoffe (spezielle Iso-Paraffine mit kurzen Haupt-und langen Seitenketten), die mittels Hydrocracking-Verfahren aus Paraffin-Gatsch unter Verwendung einer bestimmten Katalysator-Technologie (Polymerisation und Copolymerisation von niederen Olefinen) hergestellt werden.

Polymerisation
Zusammenschluss ungesättigter Pressluftfette geschmeidige Fette zum Schmieren von Kohlenwas-serstoffmoleküle zu einem grösseren Molekül (Eindickung) unter Einfluss von Katalysatoren und Wärme (Herstellungsverfahren für synthetische Schmieröle).

Pourpoint
Ist die niedrigste Temperatur, bei welcher das Öl eben noch fliesst, wenn es unter festgelegten Bedingungen abgekühlt wird. Bestimmung des Pourpoints: DIN ISO 3016.

Pourpoint-Verbesserer - (Pourpoint Depressant)
Wirkstoffe, die beim Abkühlen von Mineralölen (vornehmlich bei paraffinischen) das Zusammenballen der sich bildenden Paraffinkristalle vorerst verhindern und damit das Fliessvermögen in der Kälte verbessern.

ppm
parts per million (Anzahl Teile einer Million)

Präzision
Zur Qualitätskontrolle werden die Eigenschaften von handelsüblichen Mineralölerzeugnissen nach genormten Prüfverfahren bestimmt und auf ihre Übereinstimmung mit den entsprechenden Lieferbedingungen (Spezifikationen) geprüft. Die Präzision ist ein Maß für die Streuung zweier oder mehrerer Ergebnisse, die für das gleiche Prüfverfahren an gleichen Proben für ein und dieselbe Eigenschaft ermittelt werden. Man unterscheidet Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit: DIN 51848 T1/T2/T3.

Preignition
Aus der englischen Fachsprache; die ungewollte Zündung im Otto-Motor vor der gewollten Zündung durch den Zündfunken der Zündkerze; meist eine Folge von Glühzündungen.

Premiumöl
Motorenöl mit Wirkstoffen (Oxidations-und Korrosions-Inhibitoren).

Pressluftfette
Geschmeidige Fette zum Schmieren von Pressluftwerkzeugen

Probennahme

 
a) Von Flüssiggas: DIN 51610.
b) Von flüssigen Mineralölerzeugnissen: DIN 51750 T1/T2.
c) Von salbenartig, konsistenten und festen Mineralölerzeugnissen: DIN 51750 T1/T3.
d) Von bituminösen Stoffen: DIN 1996, E 52 001.
e) Von Schmierölen aus Verbrennungskraftmaschinen: DIN 51574.
f) Von Gasen: DIN 51853.

Propan
Bei Normal-Temperatur gasförmiger Kohlenwasserstoff C3H8: DIN 51622.

Pyknometer
Volumengenormtes Gefäss zur Bestimmung der Dichte  ϱ: DIN 51757.

 

Copyright © 2019 Migrol AG