Mineralölalphabet - B

 

Baader-Test
Bakterienbefall
Bariumkomplexseifen-Schmierfette
Bariumseifen-Schmierfette
Barrel - (engl. Fass)
BASF-Prüfmotor
Basenzahl
Basisöl
Batch Blending
Batschöl
Baumaschinen-Schmierstoffe
BBC-Test
Bentonite
Benzin
Benzol
Betonentschalungsöle
BIA
Bitumen
Bitumengeblasenes

Blankhärteöle
Blasöl
Bleicherde
Bleitetraethyl/Bleitetramethyl
Blenden
Blockfette
Blutungszahl
Bohröle
Bore Polishing
BPA
Braunkohlenteeröl
Brechungsindex
Brennpunkt
Brennwert
Brightstock
Bromaufnahme (Bromzahl
Brünieröle
Butan
Buten (Butylen)

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Baader-Test
Bestimmung der Alterungsneigung unter Einfluss von Kupfer und Wärme. Messung von Kupferverseifungszahl, Schlammgehalt, dielektrischer Verlustfaktor; Anwendung für Isolieröle, Turbinenöle, Getriebeöle und Hydrauliköle: DIN 51554 TI /T 2/ T 3.

Bakterienbefall
Wassergemischte Kühlschmierstoffe (z. B. Emulsionen) bieten einen guten Nährboden für Bakterien (Aerobier, Anaerobier), Hefen und Pilze. Gute wassermischbare Kühlschmierstoffe enthalten Bakterizide, um vor Bakterienbefall zu schützen, damit Z.B. die Emulsionen nicht zerstört werden. Gleichzeitig ist grösstmögliche Sauberkeit an den Maschinen, an denen diese Kühlschmierstoffe verwendet werden, äusserst wichtig. Kennzeichen bei Bakterienbefall sind übler Geruch, Korrosion an Werkstücken und Maschinen, Abfall des pH-Wertes, Aufrahmung usw. Siehe auch Konservierungsmittel.

Bariumkomplexseifen-Schmierfette
Schmierfette mit guten Hochdruckeigenschaften und guter Wasserbeständigkeit.

Bariumseifen-Schmierfette
Schmierfette aus Bariumseifen und Mineralölen; wasserabweisend und gute Scherstabilität, meist schlechtes Tieftemperatur-Verhalten.

Barrel - (engl. Fass)
Das Barrel ist ein internationales Hohlmass, welches In der Mineralölbranche seit Beginn der Erdölförderung, als noch Erdöl in Fässer abgefüllt wurde, verwendet wird. Fördermengen und Preisnotierungen werden in Barrel bzw. Dollar/Barrel festgelegt. 1 Barrel = 42 US-Gallonen = 159 I.

BASF-Prüfmotor
Wird zur Oktanzahl-Messung für Ottokraftstoffe: DIN 51 756 und zur Cetanzahl-Messung für Diesel-Kraftstoffe: DIN 51773 verwendet.

Basenzahl
Gibt in Motorenölen die Menge der alkalisch wirkenden Bestandteile an; Bestimmung der Gesamtbasenzahl nach: DIN ISO 3771.

Basisöl
Mineralölanteil eines legierten Schmieröles. Siehe Grundöl bzw. Ölanteil bei Schmierfetten.

Batch Blending
Bezeichnet man das Mischen und Additivieren von Mineralöl-und Syntheseöl-Produkten in beheizbaren Mischkesseln mit Rührwerken (Füllmenge bis ca. 15 m3). Die Temperatur muss so eingestellt werden, dass sämtliche zu mischenden Anteile homogen ineinander in Lösung gehen und trotzdem keine Reaktion irgendeines Produktes auftritt.

Batschöl
Zum Aufbereiten und Geschmeidigmachen von Jute-und Hanffasern; emulgierend; meist niedrigviskose helle Spindelöle, teilweise mit geringen Anteilen von Ölsäure; ÖI-in-Wasser-Emulsionen.

Baumaschinen-Schmierstoffe
Sortenauswahl von Motoren-, Getriebe- und Hydraulikölen sowie Kraftübertragungsölen und Schmierfetten für Baumaschinen: DIN51 516.

BBC-Test
Bestimmung der Oxidationsbeständigkeit von Turbinenölen nach Brown Boveri.

Bentonite
Mineralien (z. B. Alu-Silikate, Montmorillonit usw.), die als Eindicker zur Herstellung temperaturbeständiger Schmierfette mit guten Kälteeigenschaften und als Emulgatoren verwendet werden.

Benzin
Benzine sind Kohlenwasserstoffe des Erdöles, die im Siedebereich von ca. 25°C bis ca. 215 °C liegen.

 
a) Rohbenzine (Naphtha) sind bestimmte Destillate des o. a. Siedebereiches. Sie sind Ausgangsprodukte für die Petrochemie. Durch thermische Spaltung (Pyrolyse) entstehen. Zwischenprodukte, wie z. B. Ethylen, Propylen, Buten (Butylen) usw.
b) Spezial-und Testbenzine für verschiedenste Anwendungsgebiete wie: Petrolether als Extraktionsmittel für analytische Zwecke: DIN 51630.
Siedegrenzenbenzine als Lösungsmittel, Reinigungsmittel usw.: DIN 51 631
Testbenzine als Lösungs-und Verdünnungsmittel: DIN 51 632.
Wetterlampenbenzin für Untertagebetrieb: DIN 51634.
FAM-Normalbenzin für chemische präparative und analytische Zwecke: DIN 51635.
c)

Motorenbenzine (im Sprachgebrauch) nach spezieller Raffinerietechnik hergestellte Ottokraftstoffe (Vergaserkraftstoffe) zur Verwendung in Ottomotoren. Dieses sind ketten-und ringförmige Kohlenwasserstoffgemische mit einem Siedebereich von ca. 35°C bis 215°C. Es gibt "Verbleite Ottokraftstoffe": DIN 51600 und "Unverbleite Ottokraftstoffe": DIN 51607, EN 228.

d) Flugturbinenkraftstoffe sind Kraftstoffe für Strahltriebwerke (Düsen, Turbinen) mit bestimmten Siedebereichen und speziellen Anforderungen, z.B.: DIN 51403, 51415, 51421 und 51799 sowie JP 1 und JP 4. Siehe auch Kerosin.
e) Flugkraftstoffe sind Flugbenzine für Flugzeuge mit Kolbenmotoren -überwiegend für Sportflugzeuge – mit speziellen Anforderungen: DIN 51415 und 51421.
 

Benzol
Ringförmiger Kohlenwasserstoff C6H6, Benzol entsteht als Destillationsprodukt beim Verkokungsprozess der Steinkohle. In der Petrochemie fällt Benzol auch bei Crackprozessen (Platforming) bei der Hydrodesalkylierung von Toluol und Alkylaromaten, aus Pyrolysebenzinen und beim Reformieren an: DIN 51633.

Betonentschalungsöle
Auch Formenöle, Anwendung in der Bauindustrie als Trennschicht bei Holz-oder Stahlschalungen usw.; der Einsatz erfolgt als Öl, ÖI-in-Wasser-Emulsion und Wasser-in-ÖI-Emulsion.

BIA
Boating Industry Association (Vereinigung der US-Bootsindustrie); entwickelt Teste TC-W (Two-cycle air-and watercooled) und TC-2 für 2-Takt-Motorenöle (Außenbord). Siehe OMC.

Bitumen
Sind die bei der schonenden Aufarbeitung von Rohölen (Rückstand der Vakuumdestillation) gewonnenen dunkelfarbigen, halbfesten bis springharten, schmelzbaren, hochmolekularen Kohlenwasserstoffgemische und die in Schwefelkohlenstoff unlöslichen Anteile der Naturasphalte.

Bitumengeblasenes
Mit der Luft und bei bestimmter Temperatur geblasenes Bitumen.

Blankhärteöle
Sehr alterungsbeständige hochwertige Raffinate, unlegiert oder inhibiert, die keine Ablagerungen von Rückständen auf dem Werkstück verursachen. Viskosität ca. 8 bis 60 mm2/s bei 40°C.

Blasöl
Anfallendes Destillat beim Blasen von Bitumen.

Bleicherde
Hydrosilikate (Tonerde-Silikate) des Aluminiums oder Magnesiums. Ungesättigte Verbindungen, wie Harze und Asphaltstoffe aus dem Öl werden durch Bleicherde absorbiert; wirkt dadurch aufhellend (bleichend).

Bleitetraethyl/Bleitetramethyl
Klopfbremsen. Siehe TEL/TML.

Blenden
Mischen von Mineralölprodukten und Additivierung. Erfolgt im Tank oder Kessel als "Batch Blending" und kontinuierlich in automatischen Mischanlagen bzw. bei der Endpunktadditivierung beim Abfüllen als "In Une Blending".

Blockfette
Schmierfette, auch Brikettfette genannt, in Ziegel-, Block-oder Brikettform geschnitten.

Blutungszahl
Neigung der Vaseline, ölige Bestandteile abzuscheiden oder auszuschwitzen.

Bohröle
Mit Wasser emulgierbare Mineralöle zur Herstellung von Emulsionen (Bohröl = Mineralöl + Emulgator + Stabilisator) als Metallbearbeitungs-Flüssigkeit.

Bore Polishing
Auftreten von Spiegelflächenbildung in Zylindern von hochaufgeladenen Dieselmotoren. Einflussfaktoren sind Motorenbauart, Einsatzbedingungen, Betriebstemperaturen, Ölwechselintervalle, Motorenölqualität usw.

BPA
Beginn der Paraffinausscheidung. Siehe Cloudpoint: DIN ISO 3015.

Braunkohlenteeröl
Ein bei der Schwelung von Braunkohle anfallendes Öl.

Brechungsindex
Gibt die Ablenkung eines Lichtstrahles bestimmter Wellenlänge beim Durchgang durch einen Stoff an; zu verwenden bei der Identifizierung von Ölen; gibt Aufschluss über die molekulare Zusammensetzung (Brechzahl): DIN 51423 T1/T2 Brennpunkt.

Brennpunkt
Niedrigste Temperatur, bezogen auf einen bestimmten Druck, bei der die Dämpfe einer gleichmässig höher erwärmten Flüssigkeit nach der Entzündung durch eine Flamme mindestens fünf Sekunden lang weiterbrennen: DIN ISO 2592.

Brennwert
Als Brennwert Ho wird der Quotient aus der bei vollständiger Verbrennung einer bestimmten Brennstoffmenge freiwerdenden Wärmemenge und der Masse dieser Brennstoffmenge bezeichnet: DIN 5499; 51900 T1/T2/T3. Siehe Heizwert.

Brightstock
Hochviskoser, raffinierter heller Schmierölrückstand, gewonnen aus Paraffingatsch und dem Rückstand der Vakuum- Destillation; gutes Schmierverhalten; Mischkomponenten für Schmieröle; Viskosität z. B. bei 150 Brightstock ca. 568 mm2/s bei 40°C. Siehe Rückstandsöl.

Bromaufnahme (Bromzahl)
Gibt die Menge Brom in g an, die von 100g der zu untersuchenden Probe verbraucht wird; sie dient zur Berechnung des Gehaltes an ungesättigten Kohlenwasserstoffen (Olefinen) und aromatischen Kohlenwasserstoffen (Benzol, Toluol usw.) in Ottokraftstoffen und Benzinen; Bromaufnahme: DIN 51774 T1/T2/T3.

Brünieröle
a) Öl zum Entfernen von Salzresten auf Werkstücken aus Brüniersalzlösungen.
b) Öl zum Schwärzen der Oberfläche von Stahlteilen.

Butan
Bei Normal-Temperatur gasförmiger Kohlenwasserstoff C4H10; n-und i-Butan: DIN 51 622.

Buten (Butylen)
Bei Normal-Temperatur gasförmiger Kohlenwasserstoff C4H8, Butan und Buten sind unter Druck im Flüssiggas vorhanden: DIN 51622.

 

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