Mineralölalphabet - D

DAB
Dampfdruck
Dampfturbinenöl
Dampfzylinderöle
Defoaments
Demulgatoren
Demulgiervermögen
Destillation
Destillate
Detergent- und Dispersant- Zusätze (D/D) 
Dichte
Dielektrikum
Dielektrischer Verlustfaktor
Dieselindex
Dieselkraftstoff (DK)
DIN - Deutsches Institut für Normung e.V.
Dipolmoment
Dispersants
DK
Doktortest
DOT
Drahtseilfette
Drahtziehschmierstoffe
Druckviskosität
Dunkle Schmieröle und Achsenöle
Duo-Sol- Verfahren
Durchschlagfestigkeit
Durchschlagsspannung
Düsenkraftstoffe
Dynamische Viskosität
Dynamoöle

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DAB
Deutsches Arzneimittelbuch z.Z. DAS VIII; legt u.a. die Eigenschaften für pharmazeutische Weissöle fest.

Dampfdruck
Mass für die Verdampfungsneigung für flüssige Kraftstoffe (in speziellen Fällen auch für Vaku-umpumpen- Schmierstoffe); nach Reid: DIN 51754, EN 12; für Flüssiggase: DIN 51616.

Dampfturbinenöl
Hochraffinierte, alterungsbeständige Schmieröle (Schmieröl TD), die zur Schmierung und Kühlung der Dampfturbinen-Getriebe, -Regler und -Lager sowie angetriebener Maschinen, wie Generatoren, Verdichter, Pumpen verwendet werden; Dampfturbinenöle TDL besitzen Wirkstoffe zur Verbesserung des Karrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit und zur Verringerung der Schaumbildung: DIN 51515 T 1.

Dampfzylinderöle
Dunkle und hochviskose Mineralöle (Schmieröle Z) zur Schmierung des Dampfteiles (Zylinder, Schieber, Ventile) bei Kolbendampfmaschinen. Man unterscheidet Heissdampf-, Sattdampf-und Nassdampfzylinderöle; letztere meist compoundiert: DIN 51515.

Defoaments
Antischaumzusätze.

Demulgatoren
Anionaktive Verbindungen wie Alkali-oder Erdalkalisalze. Um die Bildung von teilweise sehr stabilen Wasser-in- ÖI-Emulsionen durch Wasserzutritt in bestimmten Schmierölen zu verhindern, müssen Demulgatoren zugesetzt werden.

Demulgiervermögen
Ist die Fähigkeit von Schmierölen, Wasser abzuscheiden bzw. eine Emulsion zu verhindern; die Prüfung des Demulgiervermögens von Ölen aus ÖI-Wasser-Gemischen für Schmieröle und Hydraulikflüssigkeiten auf Mineralölbasis geschieht nach: DIN 51599.

Destillation
Bei der Destillation von Rohölen und Mineralölvorprodukten werden die verschiedenen Kohlenwasserstoffgemische in Fraktioniertürmen nach Verdampfung und nachfolgender Kondensierung, d.h. physikalischer Trennung, in bestimmte Siedebereiche (Fraktionen) aufgeteilt. Es werden zwei Destillationsarten unterschieden:

 
a) Atmosphärische Destillation - das bis auf max. 360 oe aufgeheizte Rohöl wird in den Fraktionierturm eingeleitet. Die nach oben strömenden Kohlenwasserstoffgase kondensieren dann in übereinander angebrachten Glockenböden. Mehrere Glockenböden, sogenannte Fraktionen (Siedebereiche), werden dann zusammengefasst abgezogen. Die Produkte der atmosphärischen Destillation sind: Leicht-und Schwerbenzin, Petroleum, leichtes und schweres Gasöl sowie ein Rückstand.
b) Vakuumdestillation -der Rückstand der atmosphärischen Destillation wird auch auf ca. 360 oe erhitzt und in einen Fraktionierturm (Vakuumdestillationskolonne) mit Vakuum geleitet. Die Produkte sind verschiedene Schmieröldestillationsfraktionen, wie z.B. Spindelöle leicht und schwer, Maschinenöle leicht und schwer, Zylinderöle sowie ein Vakuumrückstand zur Herstellung von Brightstock, Bitumen, schweres Heizöl usw.
 

Destillate
Kohlenwasserstoffgemische, die bei der Destillation des Erdöles gewonnen werden.

Detergent- und Dispersant-Zusätze (D/D)
Succinimide. neutrale Metallsulfonate, Phonate, Phenolate, Phosphate, Thiophosphate, polymere Detergentien, Aminverbindungen, Sulfonate (hochmolekulare organische Barium-, Kalk-, Blei-und Zink-Salze usw.). D/D-Additive haben in Motorenölen (HO-Wirkstoffe) die Aufgaben, ölunlösliche Verbrennungsrückstände (Russ, Koks usw.) sowie harz-und asphalthaltige Oxidationsprodukte am Zusammenballen zu hindern, in Suspension (Netzmittel) zu halten, damit Schlammablagerungen und Öleindickungen vermieden werden. Rückstände sollen gelöst und Säuren neutralisiert werden.

Dichte
Die Dichte Qeines Mineralöles oder eines verwandten Stoffes ist der Quotient aus seiner Masse mund seinem Volumen V, bei einer
bestimmten Temperatur t: DIN 53757,

 
ρ = m Siehe SI-Tabellen.
    V
 

Dielektrikum
(Nichtleiter) auch Bezeichnung für Funkenerosionsöle; Dielektrizitätszahl: DIN 53483 T1/T2/T3. Siehe Funkenerosionsöle.

Dielektrischer Verlustfaktor
tan δ ist eine wichtige elektrische Kenngröße einer Isolierflüssigkeit. Sein Anstieg wird durch Alterung bzw. Verunreinigung der Isolierflüssigkeit hervorgerufen: DIN 57370 T 1, DIN lEG 247.

Dieselindex
Ist ein Mass der Zündwilligkeit und damit der Qualität für Dieselkraftstoff. Er wird aus dem Anilinpunkt und dem API-Grad berechnet.

 
Dieselindex = Antilinpunkt x API-Grad
    100
 

Dieselkraftstoff (DK)
Besteht aus flüssigen Kohlenwasserstoffen (Mitteldestillat) und ist geeignet für den Betrieb von Dieselmotoren, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren und solchen, die ähnliche Anforderungen an den Kraftstoff stellen: DIN 51601.

DIN - Deutsches Institut für Normung e.V.
Bei Mineralölprodukten Normen über Eigenschaften, Anforderungen und Prüfverfahren für Hersteller, Anwender und Verbraucher.

Dipolmoment
Molekular-physikalische Eigenschaft eines Stoffes. Mass für die Polarität. Durch Kraftfelder werden die - normalerweise nicht polaren - elektrischen Schwerpunkte der Moleküle polarisiert. Bei Metalloberflächen können Ölmoleküle durch die von ihnen ausgehenden Kraftfelder polarisieren, so dass sie absorbiert, also an der Oberfläche festgehalten werden. Dipolmoment ist das Mass für das Polarisationsvermögen, jedoch keine unmittelbare Massgrösse für die Haftfähigkeit.

Dispersants
Wirkstoffe, die Schmierölen - insbesondere Motorenölen - zugesetzt werden. Dispersant-Wirkstoffe haben die Fähigkeit, Schmutzstoffe in feinster Verteilung in Schwebe zu halten bis sie ausgefiltert bzw. durch Ölwechsel entfernt werden können. Siehe Detergent- und Dispersant-Zusätze.

DK
Kurzbezeichnung für:
a) Dieselkraftstoff: DIN 51 601.
b) Dielektrizitätskonstante für Isolieröl: DIN 53483 T1.

Doktortest
Prüfung flüssiger Brennstoffe (Spezial-und Testbenzine sowie aromatische Kohlenwasserstoffe) auf Anwesenheit von Merkaptanen: DIN 51765, E DIN ISO 5275.

DOT
Department of Transport; legt die Richtlinien für Bremsflüssigkeiten DOT 3, 4 und 5 fest.

Drahtseilfette
Schmierfette zum Schmieren und Konservieren von Drahtseilen; meist vorgelöst einzusetzen.

Drahtziehschmierstoffe
Je nach Eigenschaft und der Metallart des Drahtes sowie Art der Ziehmaschine (Geschwindigkeit usw.) werden verschiedene Ziehschmierstoffe (pulverförmige Schmierstoffe, Ziehfette, Schmieröle, Emulsionen und Seifenlösungen) teils legiert, compoundiert usw. verwendet.

Druckviskosität
Siehe Viskositätsdruckverhalten.

Dunkle Schmieröle und Achsenöle
Mineralöle einfacher Qualität; entstehen durch Aufmischung hochviskoser Rückstandsöle mit leichten Ölen, höhere NZ, VZ und höherer Asphaltgehalt als bei Destillaten und Raffinaten. Siehe auch Achsenöl.

Duo-Sol-Verfahren
Selektive Extraktion (Solventextraktion) von Flüssigkeiten durch zwei Lösungsmittel; unerwünschte Bestandteile, wie z.B. aromatische Kohlenwasserstoffe, Asphalthene, Harze und andere instabile Verbindungen, werden entfernt

Durchschlagfestigkeit
Die elektrische Durchschlagfestigkeit (Ed) ist der Quotient aus der Durchschlagspannung
(Ud) und dem geringsten Elektrodenabstand: DIN 53481.

Durchschlagsspannung
Ist die Spannung (kV), bei der eine Ölschicht von 2,5 mm Dicke, die sich zwischen zwei genormten Kugelkalottenelektronen befindet, durchschlagen wird. Sie ist die wichtigste Kenngrösse zur Charakterisierung der elektrischen Isolierfähigkeit einer Isolierflüssigkeit: DlN 57370 T1; DIN 53481.

Düsenkraftstoffe
Kraftstoffe für Turbinentriebwerke von Flugzeugen, auch als jet fuel, jet propellant (JP) und Kerosin bekannt
JP 1: Siedebereich ca. 180 bis 230 °C. Kristallisationspunkt ca. -50 °C. Gefahrklasse A III.
JP 4: Siedebereich ca. 50 bis 240 °C. Kristallisationspunkt ca. -60 °C. Gefahrklasse A I.

Dynamische Viskosität
ll absolute Viskosität; wird für technische Berechnungen benötigt: DIN 51550. Siehe Viskosität. Einheiten:

 
1 N x s = 1 Pa x s = 10 Poise = 1000 cP
 

m2

   
Siehe Tabellen SI-Einheiten.

Dynamoöle
Meist Spindelöle zum Schmieren der Lager von Elektromotoren und Dynamomaschinen.

 

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