Mineralölalphabet - F

 

Farbe von Schmierölen
Farbzahl
Federfette
Feste- Fremdstoffe
Festschmierstoffe
Fette Öle
Fettsäuren
Filtrierbarkeit von Kraftstoffen                         
Flammpunkt
Fliessdruck
Fliessvermögen
Flockpunkt
Flügelzellenpumpe
Flugkraftstoffe
Flugmotorenöle
Flüssiggase
Flüssigkeitsreibung
FM- Friktion Modifier
Förderverhalten
Formenöle
Fraktionen
Freier Schwefel
Fremdzündung
Friction Modifier - FM
Frigen 12 Unlösliches
Frontoktanzahl
Frostschutzfette
Frostschutzmittel
Funkenerosionsöle
Furfurol- Verfahren
Furfurol- Viskosimeter
Fussbodenöle
FZG
FZG-Test

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Farbe von Schmierölen
Je nach Herkunft, Raffinationsgrad und Alterungszustand haben Schmieröle im durchfallenden Licht eine gewisse Färbung. Die Bestimmung der Farben erfolgt mittels ASTM-Colorimeter: DlN ISO 2049; Sayboldt-Farbzahl: DIN 51411.

Farbzahl
Die Farben von Mineralölerzeugnissen wie Schmieröle, Heizöle, Dieselkraftstoff und Paraffin sind in 16 Farbzahlen festgelegt; Bestimmung der Farbe: DIN ISO 2049; für Mineralöl-Kohlenwasserstoffe und verwandte Erzeugnisse, deren Farbe nach: DlN ISO 2049 unter der Farbzahl 0,5 liegt, gilt die Bestimmung der Sayboldt- Farbzahl: DIN 51411.

Federfette
Schmierfette zum Schmieren von Blattfedern, meistens mit MoS2 oder Graphit versehen.

Feste-Fremdstoffe
Als feste Fremdstoffe bezeichnet man alle in Benzin und Benzol unlöslichen artfremden Verunreinigungen der Schmieröle; für Schmieröle: DIN E 51592, für Schmierfette: DIN 51813 T1.

Festschmierstoffe
Werden meist nur für Schmierungsaufgaben unter extremen Bedingungen eingesetzt und benötigt. Die bekanntesten sind Graphit, MoIybdändisulfit, verschiedene Kunststoffe (z.B. Polytetrafluorethylen), Schwermetallsulfide usw. Die Verwendung erfolgt direkt als Pulverform, in Suspensionen, Pasten, Metallfilmen, Lacken und Kunststoffen. Bestimmung der Festschmierstoffe: DIN 51831 T 1/T 2,51832.

Fette Öle
Tierische und pflanzliche Öle, die durch Pressen und Extrahieren gewonnen werden. Anschliessend erfolgt eine Raffination. Siehe auch compoundierte Öle.

Fettsäuren
Hochmolekulare Kohlenwasserstoffverbindungen, die in tierischen und pflanzlichen Ölen und Fetten enthalten sind und als Hochdruckzusätze und Reibwertverminderer eingesetzt werden. Vor allem für den unteren Temperaturbereich, in dem andere EP-Additive durch ihre relativ hohen Reaktionstemperaturen nur bedingt wirken.

Filtrierbarkeit von Kraftstoffen
Verfahren zur Bestimmung des Temperaturgrenzwertes der Filtrierbarkeit für Dieselkraftstoff und Haushaltsheizölen. Es ermittelt die höchste Temperatur, bei der ein gegebenes Volumen des Brennstoffes in einer festgelegten Zeit nicht mehr durch eine genormte Filtereinrichtung fliesst, wenn es unter genormten Bedingungen abgekühlt wird: EN 116.

Flammpunkt
Ist die niedrigste Temperatur, bei der sich in einem offenen bzw. geschlossenen Tiegel aus einer zu prüfenden Flüssigkeit unter festgelegten Bedingungen Dämpfe in solcher Menge entwickeln, dass sich im Tiegel ein durch Fremdentzündung entflammbares Dampf-Luft-Gemisch bildet: DIN 51755, DIN ISO 2592, DIN pr EN 57.

Fliessdruck
Ist der Druck, der erforderlich ist, um einen Schmierfettstrang unter bestimmten Bedingungen aus einer Prüfdüse herauszupressen. Er gibt Aufschluss über die Konsistenz eines Schmierfettes und kennzeichnet sein Fliessverhalten. Fliessdruck von Schmierfetten nach Kesternich: DIN 51 805.

Fliessvermögen
Verhalten von Schmierölen (Fliessvermögen) bei Temperaturen unter 0°C. Bestimmung des Fliessvermögens (U-Rohr- Verfahren): DIN 51568.

Flockpunkt
Ist die Temperatur in °C für Kältemaschinenöle, bei der beim Abkühlen in einem homogenen Gemisch von Kältemaschinenöl und Kältemittel im Verhältnis 10 zu 90 (Massenanteile) im durchfallenden Licht die ersten Ausscheidungen in Form einer milchigen Trübung oder als Flocken sichtbar werden: DIN 51351.

Flügelzellenpumpe
Siehe Mechanische Prüfungen von Hydraulikflüssigkeiten.

Flugkraftstoffe
Siehe Benzin.

Flugmotorenöle
Motorenöle, die in ihrer Verarbeitung und Zusammensetzung den besonderen Anforderungen im Flugmotor angepasst sind, meist Syntheseöle.

Flüssiggase
Gasförmige Kohlenwasserstoffe wie Propan, Propen, Butan, Buten und deren Gemische
(LPG-Liquified Petroleum Gases): DIN 51 622.

Flüssigkeitsreibung
Liegt vor, wenn aufeinander gleitende Reibflächen durch einen Schmierstoff vollständig getrennt sind, so dass keinerlei direkte Berührung mehr stattfindet. Verschleiss tritt nicht mehr auf. Die Viskosität, Temperatur und das Druckverhalten des Schmierstoffes bestimmen die Flüssigkeitsreibung.

FM-Friktion Modifier
(Reibwert-Veränderer). Siehe Reibwertverbesserer.

Förderverhalten
Von Schmierfetten. Siehe Entspannungsverhalten.

Formenöle  
a) Formen aus Holz, Metall o.ä. für die Herstellung von Beton, Keramiken, Dachpfannen usw. werden mit dünnen Ölen oder Emulsionen zum guten Lösen der geformten Teile eingefettet.
b) Kernöle zum Mischen mit Formsand.
 

Fraktionen
Kohlenwasserstoffgemische mit unterschiedlichen Siedebereichen bei der Destillation. Siehe Destillation.

Freier Schwefel
Nicht gebundener Schwefel in Mineralölen.

Fremdzündung
Unerwünschte und unkontrollierte Zündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches im Otto-Motor.

Friction Modifier - FM
(Reibwert-Veränderer). Siehe Reibwertverbesserer.

Frigen 12 Unlösliches
Die aus einer Lösung Frigen und Öl beim Abkühlen bis zum Siedepunkt des Frigens ausgeschiedenen Bestandteile eines Kältemaschinenöles. Bestimmung des Gehaltes an R 12-Unlöslichem in Kältemaschinenölen: DIN 51590 T1/T2.

Frontoktanzahl
FOZ (auch ROZ 100) der Ottokraftstoffe für die Fraktion vom Siedebeginn bis 100°C: DIN 51756 T6.

Frostschutzfette
Wasserfeste Schmierfette von guter Kältebeständigkeit, in der Hauptsache für Verschlüsse und ähnliche Anwendungsgebiete.

Frostschutzmittel
Kühlstoffe, die als Konzentrate etwa 90% Ethylenglykol sowie Propylenglykol, Inhibitoren, Additive, Farbstoffe und eine geringe Menge Wasser enthalten. Die Kühlstoff-Spezifikationen sind sogenannte Hausspezifikationen der einzelnen KFZ-Hersteller, diese schreiben auch die Mischungsverhältnisse vor.

Funkenerosionsöle
Werden verwendet bei der funkenerosiven Bearbeitung von meistens sehr harten Metallen als Dielektrikum. Sie müssen gut isolieren, Werkzeug und Werkstück kühlen und sollten leichtionisierbar sein. Geringe Verdampfungsneigung, hoher Flammpunkt, oxidationstabil, Haut-und Dichtungsverträglichkeit, chemisch neutral, hoch ausraffiniert, aromatenarm sind einige Punkte, die gute Produkte auszeichnen. Die Viskosität liegt bei ca. 2 bis 4,5 mm2/s bei 40°C.

Furfurol-Verfahren
Selektive Extraktion von Flüssigkeiten, insbesondere Mineralölen durch Furfurol. Siehe auch Duo-Sol- und Edeleanu-Verfahren.

Furol-Viskosimeter
Saybolt-Viskosimeter mit grosser Düse zur Bestimmung der Viskosität von schweren Flüssigkeiten (ab 25 s Fliesszeit).

Fussbodenöle
Teilweise parfümierte und mit speziellen Mitteln versehene Spindelöle zum Staubabbinden auf Fussböden.

FZG
Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebe.

FZG-Test
Mechanische Prüfung von Getriebe-Schmierstoffen in einer Zahnrad-Verspannungs-Prüfmaschine; Grenzbeanspruchbarkeit der Getriebeöle wird ermittelt; weitere Eigenschaften, wie Flankenglättung, Schaumneigung und Korrosionsverhalten, werden bei diesem Test nach dem Augenschein beurteilt. Als Ergebnis werden die erreichte Schadens-Kraftstufe (1-12, 12 = grösste Belastung) sowie der spezifische Verschleiss neben weiteren Einzelheiten angegeben: DIN 51354 T1/T2.

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