Mineralölalphabet - K

 

Kabelöle
Kalkseifenschmierfette
Kältebeständigkeit
Kältemaschinenöle
Kältemittel-Beständigkeit
Kälteverhalten
Kaltschlamm
Kaltwalzen-Schmierfette                                  
Katalysatoren
Kavitation
Kernfraktionen
Kernöl
Kerosin
Kinematische Viskosität
Klopffestigkeit
Kohlenstoff
Kohlenwasserstoffe
Kokillenschmiere
Koksrückstand
Kolloid
Kolorimeter
Kompressorenöle
Kondensatorenöl
Konservierungsmittel
Konsistenz
Konversionsanlagen
Korrosion der Metalle
Korrosionsinhibitoren (Anticorrosion-AC)
Korrosionsschutzeigenschaften
Korrosionsschutzfette, Korrosionsschutzöle
Kraftstoffe
Kraftstoffgehalt, Kraftstoffverdünnung
Kristallisationspunkt
Kugelfischer-Fettprüfmaschine
Kugellagerschmierung
Kühlerfrostschutzmittel
Kühlöle
Kühlschmierstoffe
Kühlstoffe
Kupferstreifenprüfung

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Kabelöle
Hochviskose Mineralöle zum Tränken der Papierisolation von Hochspannungskabeln (Calciumseifen-Schmierfette) wasserabweisende Schmierfete; als Staufferfett, Kurbelfett, Rollenfett, Hydraulikschmierfett, Achslagerfett bis ca. 80°C anwendbar; Calciumseifen-Schmierfette auf Basis 12- Hydroxystearinsäule sind bis ca. 120°C einsetzbar.

Kältebeständigkeit  
a) für Kraftstoffe: Bestimmung des Gefrierpunktes von Flugkraftstoffen, Ottokraftstoffen und Motorenbenzolen: DIN 51421.
Bestimmung des Kristallisationspunktes von Reinbenzol: DIN 51798.
Bestimmung des Temperaturgrenzwertes der Filtrierbarkeit: DIN EN 116.
b) für Schmieröle: Das Viskositätstemperatur-Verhalten und die Paraffinausscheidung; Bestimmung des Flockpunktes von Kältemaschinenölen: DIN 51351.
Bestimmung des Fliessvermögens; U-Rohr-Verfahren: DIN 51568.
Bestimmung der scheinbaren Viskosität von Motorenölen bei niedriger Temperatur (CCS): DIN 51377. Bestimmung des Cloudpoints: DIN ISO 3015.
Bestimmung des Pourpoints: DIN ISO 3016.
 

Kältemaschinenöle
Leichte tiefstockende Raffinate, die chemisch nicht von den Kältemitteln angegriffen werden dürfen; Kältemittelbeständigkeit wird nach DIN 51503 Gruppe KA und KC, 51590 T1/T2, 51593 gemessen; hierbei spielen die Zeit und die erkennbaren oder nachweisbaren Spaltprodukte eine Rolle (KA-Öle für Kältemaschinen mit Kältemittel NH3: DIN 8960; KC-Öle für Kältemaschinen mit halogenierten Kohlenwasserstoffen und deren Azeotropen als Kältemittel: DIN 8960; 8962).

Kältemittel-Beständigkeit
(Philipp-Vertahren) in Kältemaschinen, die mit chlorierten und/oder fluorierten Kohlenwasserstoffen als Kältemittel arbeiten, können chemische Reaktionen zwischen Kältemaschinenöl und Kältemittel eintreten, die zur Bildung saurer Reaktionsprodukte führen. Die einzusetzenden Kältemaschinenöle müssen also auf Kältemittel- Beständigkeit geprüft werden: DIN 51593.

Kälteverhalten
Von Mineralölprodukten. Siehe Cloudpoint, Filtrierbarkeit, Fliessvermögen, Flockpunkt, Gefrierpunkt, Kristallisationspunkt, Pourpoint und Trübungspunkt.

Kaltschlamm
Bildet sich im Kurbelgehäuse von Motoren durch Verbrennungsprodukte und Kondenswasser, die mit geringer Belastung und niedrigen Betriebstemperaturen laufen, wie z.B. im stop-and-go-Betrieb; Kaltschlammbildung kann zu vorzeitigem Motorverschleiss und Motorschaden führen; Einflussparameter: Betriebsbedingungen, Motorenöl- Qualität, ÖIwechsel-Intervalle und Kraftstoff-Qualität.

Kaltwalzen-Schmierfette
Schmierfette für Walzenzapfen in Gleitlagern von Kaltwalzengerüsten.

Katalysatoren  
a) Stoffe, die nur durch ihre Anwesenheit eine chemische Reaktion (beschleunigend, verzögernd, richtungsweisend) an anderen Stoffen bewirken, ohne sich selbst zu verändern; in der Mineralölindustrie sind meist feste Katalysatoren im Gebrauch, z.B. Kobalt, Molybdän, Platin, Nickel, Barium u.a., die sehr oft auf einem Katalysatorträger aufgebracht sind.
b) Katalysatoren für PKW mit Otto-Motoren (die es als Ein-, Zwei-und Dreiwege- Katalysatoren gibt) sind ein Teil der Auspuffanlage, die in Verbindung mit einer Lambda-Sonde und einem Steuergerät, je nach Betriebsbedingungen, die evtl. anfallenden umweltschädlichen Emissionen des Abgases (Kohlenwasserstoffe CH, Stickoxide NO, und Kohlenmonoxid CO) in unschädliche Emissionen
(Wasserdampf H20, Kohlendioxid CO2 und Stickstoff N) umwandeln sollen.


Kavitation
Die sogenannte Hohlraumbildung tritt auf, wenn durch Strömung oder Schwingungen der Unterdruck in einem Aggregat unter den Dampfdruck der verwendeten Flüssigkeit absinkt. Es kommt zum Verdampfen der Flüssigkeit und beim Nachlassen des Unterdruckes zur schlagartigen Verflüssigung (Implodieren) der sich gebildeten mikroskopischen Bläschen: Zerstörung von Metallen, d.h. Lagern, Pumpenteilen, Zahnrädern usw. ist die Folge.

Kernfraktionen
Dieses sind Fraktionen mit engbegrenzten Siedebereichen der Vakuumdestillation für Schmieröle, an die bestimmte Grundöl-Qualitätsanforderungen gestellt werden.

Kernöl
Ein bestimmtes Formenöl zur Herstellung der Kerne in der Giesserei.

Kerosin
Englische Bezeichnung für Petroleum und für Flugkraftstoffe (Düsenkraftstoffe) als jet fuels
JP 1: Siebebereich ca. 180 bis 230°C, Gefahrklasse A III
JP 4: Siedebereich ca. 50 bis 240 'C, Gefahrklasse A I

Kinematische Viskosität
Ist das Viskositäts-Dichte-Verhältnis, sie wird angegeben bei 20, 40 und 100 °C in mm2/s (cSt), DIN 51550. Siehe Viskosität, SI-Einheiten und Viskositätstabelle.

Klopffestigkeit
Sie gibt das Verhalten (Widerstand) eines Otto-Kraftstoffes gegen Selbstentzündung bei der Verbrennung im Motor an: DIN 51756 T1 bis T6, ROZ (Research-Oktanzahl), MOZ (Motor-Oktanzahl), FOZ (Front-Oktanzahl), SOZ (Strassen- Oktanzahl).

Kohlenstoff
Vierwertiges Element (C), Atomgewicht 12.

Kohlenwasserstoffe
Chemische Verbindungen (Moleküle), die überwiegend aus den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen; Paraffine (Alkane), Naphthene (Cykloalkane), Aromaten, Olefine (Alkene, Alkine), Komplex-Kohlenwasserstoffe usw.

Kokillenschmiere
Wird zum Ausschmieren von Kokillen verwendet; meist dunkles Schmiermittel. Siehe Formenöl.

Koksrückstand
Durch Zersetzung von Kohlenwasserstoff-Verbindungen entstehende koksartige Rückstände, z.B. beim Cracken, bei der Destillation, bei der Verbrennung usw. Siehe Condradson- und Ramsbottom-Test: DIN 51551, 51352 T1/T2.

Kolloid
Leimförmig, kleinste Teilchen, die sehr fein in einem anderen Stoff verteilt sind (leimförmig, Seifenlösungen, Ölemulsionen).

Kolorimeter
Gerät zur Messung der Farben: DIN ISO 2049 (ASTM-Colorimeter).

Kompressorenöle
Siehe Verdichteröle.

Kondensatorenöl
Tränkmittel für Papierzwischenlagen in Kondensatoren. Siehe Isolieröl.

Konservierungsmittel
Imidazoline, Amidoacetate usw. In wassergemischten Kühlschmierstoffen (z.B. ÖI-in-Wasser-Emulsionen) können sich während des Gebrauches gute Nährböden für Pilze, Hefen und Bakterien entwickeln, die Korrosionen, Filterverstopfungen, Entmischungen, Geruchsprobleme, Hautschäden usw. zur Folge haben. Die Konservierungsmittel sollen eine Verbreitung entsprechender Keime verhindern. Ständige Kontrollen der Keimzahlen sind wichtig.

Konsistenz
Mass für die Verformbarkeit von Schmierfetten; Konsistenz-Einteilung für Schmierfette (NLGI-Klassen) nach: DIN 51818; Bestimmung der Konuspenetration: DIN ISO 2137; DIN 51804 T2.

Konversionsanlagen
Verfahrenstechnische Anlagen in Mineralölraffinerien, die entsprechend bzw. unberücksichtigt der eingesetzten Rohölprovenienzen gemäss der Marktnachfrage jederzeit in der Lage sind, die gewünschten Kohlenwasserstoffe herzustellen, wie sie als Komponenten für einzelne Mineralölprodukte benötigt werden (Kuppelproduktion).

Korrosion der Metalle
Zerstörung (Verbrennung) von Werkstoffen durch chemische und elektrochemische Reaktionen mit Elementen der Umgebungsstoffe.

Korrosionsinhibitoren (Anticorrosion-AC)
Hochalkalische Metallsulfonate und -phenate (organische Phosphor-Nitroverbindungen mit
aktivem Schwefel, Metallsalze und Wachse, synthetische Fettsäuren, Metall-Passivatoren usw.). Sie unterbinden die Entstehung von Rost auf den Metalloberflächen durch Bildung von Oberflächenfilmen (Absorbtion von polaren oberflächenaktiven Stoffen, die chemisch und physikalisch wirken, und damit den Wasser-und Sauerstoffzutritt zur Metalloberfläche verhindern) und/oder durch Neutralisierung der Säuren.

Korrosionsschutzeigenschaften
Für Dampfturbinen-, Hydraulik-und Getriebeöle: DIN 51585, 51355; wassergemischte Kühlschmierstoffe: DIN 51360 T1/2/3.

Korrosionsschutzfette, Korrosionsschutzöle
Öle und Fette zum Schutz von korrosionsempfindlichen Metalloberflächen gegen den Angriff von Feuchtigkeit und Luftsauerstoff. Für Schmierstoffe: DIN 51802; Korrosionsschutzöle: DIN 51359; Motoren-Korrosionsschutzöle: DIN 51357, 51358.

Kraftstoffe
Alle gasförmigen und flüssigen brennbaren Stoffe, die sich zum Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen eignen: Raffgas, Kokereigas, Klärgas, Erdgas, Speichergas, Treibgase, Generatorgas, Ottokraftstoffe, Traktorenkraftstoff, Dieselkraftstoff und Flugkraftstoffe usw.

Kraftstoffgehalt, Kraftstoffverdünnung
Verdünnung der Motorenöle (gebrauchte Schmieröle) bei motorischem Betrieb mit Kraftstoffanteilen: DIN 51565.

Kristallisationspunkt
Er kennzeichnet den Reinheitsgrad von Reinbenzol: DIN 51798.

Kugelfischer-Fettprüfmaschine
Mechanisch-dynamische Prüfung von Wälzlagerfetten: DIN 51806.

Kugellagerschmierung
a) Fettschmierung mit geschmeidigen Wälzlagerfetten.
b) Ölschmierung, meistens mit dünnflüssigen Schmierölen.

Kühlerfrostschutzmittel
Um das Gefrieren des Kühlwassers in Kraftfahrzeugmotoren zu verhindern, werden dem Kühlwasser Frostschutzmittel, in der Hauptsache Ethylenglykole bzw. deren Derivate, die mit Korrosionsschutzmitteln versehen sind, zugesetzt; Fahrzeughersteller schreiben Mischungsverhältnisse vor. Siehe Frostschutzmittel.

Kühlöle
Öle zur Wärmeabfuhr bei den verschiedensten Anlagen, z.B. bei Gleichrichtern usw.

Kühlschmierstoffe
Schmierstoffe zum Kohlen und Schmieren beim Trennen und teilweise beim Umformen von Werkstoffen; Schneidöle, wassermischbare und wassergemischte Kohlschmierstoff, Öl-in-Wasser- und Wasser-in-Öl-Emulsionen usw.; Begriffe: DIN 54385; Prüfung der Korrosionsschutzeigenschaften: DIN 51360 T 1/2; Beständigkeit der Emulgierbarkeit: DIN 51367; Bestimmung des mit Säure abscheidbaren Anteils; DIN 51368, pH-Wert: DIN 51369.

Kühlstoffe
Siehe Frostschutzmittel, Kühlerfrostschutzmittel.

Kupferstreifenprüfung
Verfahren zur Feststellung, inwieweit Schmieröle und Schmierfette auf Kupfer korrosiv wirken; für Mineralöle: DIN 51759, für Mineralöle: DIN 51759, für Schmierfette: DlN 51811.

 

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