Marktnews ICE: Brent und NYMEX-Rohölpreise fallen deutlich
Die Brent-Rohöl-Futures an der ICE verzeichneten im asiatischen Handel einen deutlichen Rückgang, da die Befürchtungen eines unmittelbaren US-Militärschlags gegen den Iran nachliessen.
Die Ölpreise gerieten unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, die iranische Regierung habe ihr gewaltsames Vorgehen gegen Demonstranten beendet. Diese Aussage deutet darauf hin, dass ein US-Luftangriff auf den Iran derzeit unwahrscheinlich ist. Zuvor hatten Berichte über die Evakuierung von US-Personal vom Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar die Märkte beunruhigt, da dies als Vorbereitung auf mögliche Militäraktionen gewertet wurde. Offizielle US-Stellen bestätigten die Evakuierung jedoch nicht. Die venezolanische Rohölförderung blieb im Dezember stabil bei etwa 1,1 Mio. bl/Tag, wie das Ölministerium mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktion um 12 %. Durch die von den USA genehmigten Verkäufe venezolanischer Rohölladungen wurden bislang 500 Mio. US-Dollar erzielt, und weitere Verkäufe werden in Kürze erwartet, so ein US-Beamter. Die US-Energieinformationsbehörde (EIA) meldete einen Anstieg der Rohölbestände um 3,4 Mio. bl in der vergangenen Woche, was auf höhere Importe zurückzuführen ist. Die Kombination aus geopolitischen Entspannungen und steigenden Rohölbeständen belastet die Ölpreise weiterhin.