Marktnews  Ölpreise steigen auf Rekordhoch: Konflikte und Produktionskürzungen treiben Markt

Die Ölpreise stiegen am Montag um über 25 % auf den höchsten Stand seit Mitte 2022.
Grund dafür sind Produktionskürzungen grosser Förderländer und Befürchtungen über Störungen des Schiffsverkehrs durch den eskalierenden Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran. Besonders kritisch ist die Lage rund um die Strasse von Hormus, durch die etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung fliessen. Verzögerungen bei Tankerbewegungen und steigende Sicherheitsrisiken treffen asiatische Länder, die stark auf Rohöl aus dem Nahen Osten angewiesen sind. „Wenn der Ölfluss durch die Strasse von Hormus nicht bald wieder aufgenommen wird und die Spannungen nicht abnehmen, wird der Preisdruck weiter steigen“, erklärte Vasu Menon, Geschäftsführer für Investitionsstrategie bei OCBC in Singapur. Irak und Kuwait haben ihre Ölproduktion reduziert, und Analysten erwarten weitere Kürzungen von Förderländern wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zusätzlich sorgt die Ernennung von Mojtaba Khamenei als neuer oberster Führer Irans für Unsicherheit. Analysten prognostizieren, dass der Preis für WTI-Öl bald auf 120 bis 130 Dollar pro Barrel steigen könnte.

1 USD = 0.7780

Stand: 9.3.2026, nächstes Update: 10.3.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.