Marktnews  Ölpreise steigen aufgrund Nahost-Konflikt: Versorgung durch Strasse von Hormus gefährdet

Analysten erwarten, dass die Ölpreise in den kommenden Tagen hoch bleiben, da der Konflikt im Nahen Osten eskaliert und die Versorgung durch die Strasse von Hormus, über die mehr als 20 % des globalen Öls transportiert werden, beeinträchtigt ist.

Am Montag stiegen die Rohöl-Futures um über 8 %. Grund dafür waren Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die zu Gegenangriffen und Schäden an mehreren Tankern führten. Infolge dieser Eskalation setzten viele Unternehmen ihre Lieferungen durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus aus, über die ein grosser Teil des globalen Ölhandels abgewickelt wird.
Analysten bewerten die Situation unterschiedlich: Laut Citi könnten die Brent-Preise kurzfristig auf 80 bis 90 Dollar steigen, während bei einer Deeskalation ein Rückgang auf 70 Dollar möglich wäre. Goldman Sachs geht davon aus, dass die aktuelle Risikoprämie von 18 Dollar pro Barrel bei längeren Störungen sinken könnte. Wood Mackenzie warnt hingegen, dass die Ölpreise über 100 Dollar steigen könnten, falls die Blockade der Strasse von Hormus anhält.
Die OPEC+ hat bereits reagiert und eine Erhöhung der Produktion um 206.000 Barrel pro Tag ab April angekündigt. Gleichzeitig erwartet die Société Générale einen kurzfristigen Preisanstieg, bevor sich die Lage stabilisiert.
Wie sich die Ölpreise weiter entwickeln, hängt entscheidend von der Dauer der Störungen und der Reaktion der Märkte ab.








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Stand: 2.3.2026, nächstes Update: 3.3.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.