Marktnews Ölpreise steigen durch Nahost-Konflikt – Geopolitik dominiert den Markt
Die Ölpreise stiegen am Mittwoch um 1 %, da der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran die Ölversorgung im Nahen Osten beeinträchtigte.
Der Anstieg verlangsamte sich jedoch, nachdem Donald Trump erklärte, die US-Marine könnte Öltanker durch die Strasse von Hormus eskortieren. „Derzeit übertrifft die Geopolitik die üblichen Preistreiber wie Lagerbestandsdaten oder OPEC-Äusserungen“, sagte Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova. Sie betonte, dass Exportdaten aus dem Golf, Tankervorfälle und US-Marinebewegungen entscheidend seien. Israelische und US-Streitkräfte griffen iranische Ziele an, was Vergeltungsangriffe auf Energieinfrastrukturen auslöste. Der Irak reduzierte seine Ölproduktion um 1,5 Millionen Barrel pro Tag aufgrund von Lagerengpässen und fehlenden Exportwegen. Der Iran blockierte Tanker in der Strasse von Hormus, wodurch der Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen kam. Trump kündigte an, die US-Marine könnte Öltanker eskortieren und finanzielle Garantien für den Seehandel bereitstellen. Analysten sehen dies als positiv, weisen jedoch auf Verzögerungen hin. Länder wie Indien und Indonesien suchen bereits nach alternativen Energiequellen, während chinesische Raffinerien ihre Wartungsarbeiten planen. In den USA stiegen die Rohölbestände laut Marktquellen stärker als erwartet. Offizielle Zahlen werden später am Mittwoch veröffentlicht.