Marktnews ICE: Futures fielen
Lage in der Golfregion weiterhin sehr angespannt. Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat der Iran in der Nacht seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt. Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Derweil greift Israels Luftwaffe weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue "Welle" an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Ziel sei die "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes".
Der Anstieg der Rohölnotierungen hat sich abgeschwächt. Die Tarife sind aktuell auf hohem Niveau stabil. Gasoil notiert bei rund $ 1'330.-, während Brent Crude um $ 108.- notiert. Etwas Entspannung brachte die Aussage von Präsident Trump, dass die Sanktionen für die Lieferung von bereits auf Schiffen geladenem iranischem Rohöl gelockert werden könnten. Der Druck aus Asien für die Lieferung von Rohprodukten ist sehr gross. Märkte umgehen die fehlenden Lieferungen aus der Golfregion mit dem Bezug aus anderen Regionen und sind auch bereit hohe Preise zu bezahlen. Dies hat zur Folge, dass die Prämienaufschläge bei Heizöl und Diesel aktuell täglich ansteigen. Erste Lieferungen aus den freigegebenen Notfallreserven dürften auch einen etwas entspannenden Einfluss auf die Preislage haben. Entscheidend für die weitere Preisentwicklung bleibt in erster Linie aber die aktuelle Lage im Kriegsgebiet der Golfregion. Aktuell gibt es Anzeichen für eine Deeskalation in der Region. Die USA schliessen momentan einen Einsatz von Bodentruppen im Iran aus. Israel vermeldet, momentan keine weiteren Angriffe auf die Ölinfrastruktur im Iran zu fahren. Unklar ist weiterhin, wie es mit der Öffnung der Strasse von Hormus vorangeht. Marktexperten warnen davor, dass auch bei Entspannungen im Gold die logistischen Auswirkungen der Region noch für längere Zeitspürbar bleiben werden. Die aktuelle Preislage wird weiterhin als leicht «bullish» eingeschätzt.