Marktnews Ölpreise sinken trotz Angriffen in der Strasse von Hormus
Die Ölpreise gaben im frühen asiatischen Handel nach. Brent fiel auf knapp 97 Dollar je Barrel, US-Rohöl auf rund 89 Dollar. Der weiterhin stabile Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus linderte offenbar die Sorgen um die Versorgung.
Nach Angaben des Sicherheitsunternehmens Windward passierten zuletzt 17 Schiffe die Meerenge – ebenso viele wie am Vortag. Gleichzeitig meldete die britische Seesicherheitsstelle UKMTO Angriffe auf zwei Tanker und einen LNG-Tanker. Seit Anfang Juli hat sie damit mehr als 40 Angriffe in der Region registriert. Chinesische Raffinerien beziehen weiterhin kurzfristig verfügbares Rohöl aus dem Nahen Osten über Umladungen ausserhalb der Strasse von Hormus. Hohe Frachtkosten machen Lieferungen aus dem Atlantikraum weniger attraktiv. In den USA stiegen die Rohölvorräte leicht, weil Raffinerien weniger Öl nachfragten. Zugleich nahm die heimische Förderung im Juli zu. Präsident Donald Trump äusserte sich derweil zurückhaltender zu einem möglichen Diesel-Exportverbot: Er befürchtet Auswirkungen auf die Benzinpreise.