Marktnews Ölpreise sinken trotz wachsender Spannungen im Nahen Osten
Die Ölpreise gaben im frühen asiatischen Handel nach. Brent lag bei rund 101 Dollar je Barrel, während US-Rohöl auf knapp 90 Dollar fiel. Damit setzte sich der Rückgang vom Vortag fort – trotz einer weiteren Eskalation des Konflikts im Jemen.
Die international anerkannte jemenitische Regierung kündigte eine Militäroperation gegen die Huthi-Bewegung an. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition will ihre Unterstützung fortsetzen. Zugleich bekannten sich die Huthis zu Angriffen auf saudische Energieanlagen. Ein Vorfall in der Raffinerie Riad wurde von zwei Quellen bestätigt; für weitere behauptete Angriffe gab es zunächst keine unabhängige Bestätigung. Sieben Opec+-Mitglieder beschlossen, ihre Förderquoten im November unverändert zu lassen. Die Bank Barclays hob unterdessen ihre Brent-Preisprognose für das kommende Jahr an. In den USA zog die CME Group ihren Antrag für einen auch am Wochenende handelbaren Rohöl-Futures-Kontrakt zurück. Branchenvertreter hatten vor geringer Liquidität und stärkeren Preissprüngen ausserhalb der üblichen Handelszeiten gewarnt.