Marktnews Ölpreise steigen nach Tankerangriffen im Persischen Golf
Die Ölpreise legten im frühen asiatischen Handel zu. Angriffe auf Tanker schürten die Sorge, dass sich die Störungen des Schiffsverkehrs über die Strasse von Hormus hinaus ausweiten könnten.
Brent stieg auf gut 102 Dollar je Barrel, US-Rohöl auf knapp 90 Dollar. Vor der Küste Katars wurde ein Tanker von mehreren Geschossen getroffen; laut der britischen Behörde für maritime Sicherheit wurden Opfer gemeldet. Bereits zuvor war ein Öltanker vor Oman während der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Zugleich setzte die iranische Schifffahrtsbehörde weitere Schiffe auf eine Liste mutmasslicher Regelverstösse und drohte ihnen bei künftigen Durchfahrten mit Sanktionen. Auch im US-Golf von Mexiko drohen Förderausfälle: Angesichts eines herannahenden Tropensturms evakuieren Produzenten Personal und stellen die Förderung vorsorglich ein. In den USA gingen zudem die kommerziellen Rohölvorräte zurück. Die UBS hob ihre Brent-Preisprognose für das Jahresende an. Trotz angekündigter Freigaben aus den Ölreserven verwies die Bank auf sinkende Vorräte und die angespannte Lage rund um die Strasse von Hormus.