Marktnews Ölpreise sinken trotz Angriffen in der Strasse von Hormus
Die Ölpreise gaben im frühen asiatischen Handel nach. Die Aussicht auf zusätzliches Angebot überwog die Sorge über erneute Angriffe auf Schiffe in der Strasse von Hormus. Brent notierte bei rund 104 Dollar je Barrel, US-Rohöl bei etwa 94 Dollar.
Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) stehen aus einer früher vereinbarten Freigabe von Ölreserven noch weitere Mengen bereit. Zugleich hob die IEA ihre Prognose für die weltweite Rohölverarbeitung 2026 leicht an. Sie verweist dabei auf bessere Aussichten für Raffinerien im Nahen Osten und eine Erholung der Auslastung in China. In Russland stabilisiert sich nach Angaben der Regierung der Kraftstoffmarkt, weil mehrere Raffinerien nach Wartungsarbeiten wieder in Betrieb sind. Zugleich wurden erneut Anlagen von ukrainischen Drohnen getroffen. Chinas Rohölimporte stiegen im September kaum noch und lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Chinesische Käufer beziehen dennoch weiter kurzfristig verfügbares Öl aus der Golfregion, wo Preisnachlässe die Sicherheitsrisiken teilweise aufwiegen. In der Strasse von Hormus wurden zuletzt mehrere Schiffe angegriffen; eines davon sank.