Marktnews Ölpreise geben nach – Gespräche über Entspannung im Nahen Osten
Die Rohölpreise sind im frühen asiatischen Handel gefallen. Brent notierte bei knapp 115 Dollar je Barrel, US-Rohöl bei rund 101 Dollar. Beide Kontrakte hatten bereits am Vortag nachgegeben. Im Fokus des Marktes stehen diplomatische Bemühungen, die Spannungen im Nahen Osten zu verringern.
Vertreter Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei trafen sich in Teheran mit iranischen Regierungsvertretern. Nach saudischen Angaben sollen die Gespräche den Dialog und diplomatische Lösungen fördern. Auch Vermittlungsinitiativen Katars und Pakistans würden unterstützt. Das iranische Aussenministerium erklärte, bei dem Treffen gehe es um die regionale Sicherheit. Zu den Themen zählten die militärischen Aktivitäten Israels, die Lage in den palästinensischen Gebieten und im Libanon sowie die Folgen der US-Militäraktion gegen den Iran. Unterdessen rückt in Kanada die Exportpolitik für Rohöl wieder in den Blick. Die ölreiche Provinz Alberta fordert die Bundesregierung auf, das Tankerverbot vor Teilen der Westküste aufzuheben. Der Vorstoss folgt auf einen Regierungswechsel in British Columbia. Das seit 2019 geltende Verbot untersagt grösseren Öltankern das Anlaufen von Häfen an der nordkanadischen Pazifikküste und macht Rohölexporte über diese Route faktisch unmöglich.