Marktnews Ölpreise geben trotz sinkender US-Rohölbestände nach
Die Rohölpreise sind im frühen asiatischen Handel gefallen. Brent notierte bei rund 114 Dollar je Barrel, US-Rohöl bei etwa 101 Dollar. Am Vortag hatten beide Kontrakte noch zugelegt.
Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA gingen die kommerziellen Rohölbestände in der vergangenen Woche zurück. Grund dafür war, dass die Exporte stärker stiegen als die Importe. Auch die Bestände der strategischen Erdölreserve sanken leicht; sie werden getrennt von den kommerziellen Vorräten ausgewiesen. Die US-Notenbank liess ihren Leitzins nach der Erhöhung im September unverändert. Sie will weitere Daten abwarten, bevor sie über ihren nächsten Schritt entscheidet. Dabei wägt sie den erneuten Inflationsdruck gegen Anzeichen einer Abkühlung am Arbeitsmarkt ab. Die Zinspause entsprach weitgehend den Erwartungen. Der saudi-arabische Tankerbetreiber Bahri meldete unterdessen einen deutlich höheren Quartalsgewinn. Dazu trugen vor allem gestiegene Frachtraten und eine grössere langfristig gecharterte Flotte bei. Trotz konfliktbedingter Zwischenfälle im Persischen Golf und im Roten Meer setzte das Unternehmen seinen Betrieb fort. Bahri rechnet weiterhin mit schwankenden Tankermärkten, sieht aber in einer möglichen Erholung der Rohölexporte aus dem Persischen Golf Unterstützung für die Schiffsnachfrage.