Marktnews Entspannung am Ölmarkt trotz anhaltender Konfliktgefahr im Nahen Osten
Die Ölpreise fielen am Montag um 1 %, da die USA und der Iran weitere Gespräche über das iranische Atomprogramm zusagten, was die Sorgen um Lieferstörungen im Nahen Osten milderte.
"Die Aussicht auf weitere Gespräche hat die unmittelbare Angst vor Versorgungsunterbrechungen deutlich reduziert", sagte IG-Marktanalyst Tony Sycamore. Die Strasse von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird, bleibt ein kritischer Punkt. Beide Öl-Benchmarks verzeichneten letzte Woche einen Rückgang von über 2 %, den ersten seit sieben Wochen. Trotz der Entspannung bleibt die Konfliktgefahr bestehen. Irans Aussenminister drohte mit Angriffen auf US-Stützpunkte im Nahen Osten, falls iranische Ziele attackiert werden. Zudem stehen Investoren vor Herausforderungen, die russischen Öleinnahmen zu begrenzen, während indische Raffinerien ihre Käufe von russischem Rohöl reduzieren. "Die Märkte beobachten genau, wie stark sich die Abkehr von russischem Öl ausweitet", sagte Analyst Sachdeva.