Marktnews Ölpreise stagnieren: Überangebot und Iran-Verhandlungen belasten den Markt
Die Ölpreise blieben am Freitag nahezu unverändert, nachdem sie in der vorherigen Sitzung gesunken waren, und steuern auf ihren zweiten wöchentlichen Rückgang zu.
Sorgen über einen möglichen Konflikt mit dem Iran und Prognosen eines Überangebots belasten den Markt. Anfang der Woche stiegen die Preise aufgrund von Befürchtungen eines US-Angriffs auf den Iran, doch Aussagen von Präsident Donald Trump über ein mögliches Abkommen im nächsten Monat führten zu einem Rückgang. Laut IG-Analyst Tony Sycamore sanken die Preise, da die USA offenbar mehr Zeit für Verhandlungen mit dem Iran suchen, was die geopolitische Risikoprämie reduziert. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostizierte zudem eine schwächere Nachfrageentwicklung für dieses Jahr, während das Angebot die Nachfrage übersteigen dürfte. Ein starker Anstieg der US-Rohölbestände und Erwartungen eines höheren Angebots aus Venezuela verstärkten den Rückgang. Die venezolanische Ölproduktion könnte von 880.000 Barrel pro Tag auf etwa 1,2 Millionen steigen, so Sycamore. Das US-Finanzministerium plant weitere Lockerungen der Sanktionen, und laut Energieminister Chris Wright haben venezolanische Ölverkäufe seit Januar über eine Milliarde Dollar eingebracht, mit weiteren fünf Milliarden in Aussicht.