Marktnews  Ölpreise steigen weiter: Waffenruhe im Iran-Konflikt wankt und Verhandlungen stecken fest

Die Ölpreise sind am Donnerstag weiter gestiegen, angetrieben von der Sorge, dass die Waffenruhe im Iran-Krieg bald enden könnte.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete 103,23 US-Dollar und lag damit mehr als ein Prozent über dem Schlusskurs vom Vortag. Damit verteuert sich Öl bereits den dritten Handelstag in Folge, während die Waffenruhe im Nahen Osten zunehmend als gefährdet gilt.
US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf den Iran zuletzt verstärkt und setzt dem Land Medienberichten zufolge nur noch eine kurze Frist, um einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges vorzulegen. Teheran sieht sich jedoch durch die Blockade der für den Ölhandel zentralen Strasse von Hormus in einer starken Position. Das Ausbleiben neuer Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Konflikts sorgt an den Rohstoffmärkten für Verunsiche-rung. Seit Wochenbeginn ist der Preis für Nordsee-Rohöl um fast sieben Dollar je Barrel gestiegen, US-Öl hat sich um knapp vier Dollar je Barrel verteuert. Zudem nähert sich der Brent-Preis wieder dem im März erreichten Kriegs-Hoch von rund 120 Dollar je Barrel.
Der Analyst Dennis Kissler vom Finanzdienstleister BOK Financial Securities rechnet damit, dass der Preisanstieg anhalten wird, bis eine der Konfliktparteien Zugeständnisse macht. Seiner Einschätzung nach stecken die Gespräche über ein Abkommen derzeit fest. „Je länger kein Öl durch die Strasse von Hormus transportiert wird, desto weiter werden die Preise klettern“, sagte Kissler.

1 USD = 0.7850

Stand: 23.4.2026, nächstes Update: 24.4.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.