Marktnews Spannungen im Nahen Osten treiben Ölmarkt in die Unsicherheit
Die Ölpreise bleiben trotz leichter Verluste in den frühen asiatischen Handelsstunden über der Marke von 110 $/bl.
Hauptgrund sind neue militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Ölhandel. Am 4. Mai kam es erstmals seit der Waffenruhe vom 7. April zu einem direkten Schusswechsel. Der Iran eröffnete das Feuer auf US‑Kriegsschiffe, woraufhin die USA mehrere iranische Schnellboote zerstörten. Beide Seiten verstärken ihre militärische Präsenz. Die USA starteten die Operation „Project Freedom“, um blockierte Handelsschiffe aus dem Golf zu eskortieren. Laut US‑Admiral Brad Cooper wurde ein sicherer Korridor durch die Meerenge eingerichtet. Parallel griff der Iran den Hafen Fujairah sowie Schiffe vor der Küste der VAE an. Ein Drohnenangriff löste einen Brand in der Fujairah Petroleum Industries Zone aus. Zudem wurden mehrere Raketen abgefangen. Ein leerer Rohöltanker des staatlichen Unternehmens Adnoc wurde ebenfalls getroffen, jedoch ohne Verletzte. Die VAE bestätigten ihren Austritt aus Opec und Opec+. Energieminister Suhail al Mazrouei betonte, der Schritt sei politisch motiviert und werde den Markt nicht destabilisieren. Das Land wolle weiterhin als verlässlicher Produzent auftreten und zur Stabilität von Angebot und Nachfrage beitragen.