Marktnews ICE: Brent gibt nach
Die ICE-Brent-Futures haben im frühen asiatischen Handel nachgegeben.
Hintergrund sind offenbar Fortschritte in den Gesprächen zwischen Iran und den USA zur Beendigung ihres anhaltenden Konflikts. Das iranische Aussenministerium erklärte am 18. Mai, dass die Verhandlungen mit Washington zur Beendigung des Krieges trotz der zuletzt verschärften Rhetorik von US-Präsident Donald Trump fortge-setzt werden. Trump hatte am 17. Mai noch gewarnt, „die Zeit läuft ab“ und Iran solle sich „besser schnell bewegen, sonst wird nichts mehr von ihnen übrig bleiben“. Nachdem sich die Ölpreise am 18. Mai zunächst stabilisiert hatten, schlug Trump jedoch versöhnlichere Töne an. Er erklärte, dass nun „ernsthaf-te Verhandlungen“ stattfänden. Zudem sagte er, auf Vermittlung der Staats- und Regierungschefs von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten werde ein angeblich bereits geplanter Militärangriff auf Iran vorerst ausgesetzt. In der Folge gerieten sowohl Brent als auch WTI im nachbörslichen Handel unter Druck. Zusätzlich sorgte eine neue Ausnahmegenehmigung der US-Regierung für Bewegung am Markt. Diese erlaubt bis zum 17. Juni weiterhin den Kauf von russischem Rohöl aus schwimmenden Lagern. Käufer dürfen damit russisches Öl erwerben, das bereits auf Schiffe verladen wurde – selbst dann, wenn Verkäufer oder Frachtschiffe von US-Sanktionen betroffen sind. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, diese Regelung solle „besonders gefährdeten Ländern vorüberge-hend den Zugang zu russischem Öl ermöglichen, das derzeit auf See festliegt“.