Marktnews  WTI unter Druck, Nahost-Risiken rücken wieder in den Fokus

Die WTI-Rohöl-Futures standen in dieser Woche zunächst unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump Fortschritte bei möglichen Verhandlungen mit dem Iran signalisiert hatte. Neue US-Angriffe haben die Sorgen am Markt jedoch wieder verstärkt.
WTI gab seit Ende letzter Woche nach, während Brent zwar zuletzt zulegte, im Vergleich zu vor wenigen Tagen aber ebenfalls niedriger notierte. Auch der Preisabstand zwischen Brent und WTI verringerte sich. Am Wochenende hatte Trump erklärt, eine Einigung zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus sei weit fortgeschritten, zugleich aber betont, dass kein überstürzter Abschluss angestrebt werde. Die Lage bleibt dennoch angespannt: Laut US-Medien führten amerikanische Streitkräfte im Iran erneut sogenannte Selbstverteidigungsschläge gegen Raketenstellungen und Boote durch, die Minen legen wollten. Eine offizielle Bestätigung aus dem Iran steht weiterhin aus. Ein erstes Signal für eine mögliche Entspannung im Schiffsverkehr kam vom VLCC „Nissos Keros“, der als erster Supertanker mit Rohöl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten seit Kriegsbeginn die Strasse von Hormus verlassen hat und Kurs auf Indien genommen hat. Andernorts reagierten asiatische Länder bereits auf die höheren Ölpreise: In Indien wurden Raffinerien gedrosselt, während Japan auf ausreichend strategische Reserven verweist. Auch die Produktmärkte gaben nach — sowohl Benzin als auch Diesel schlossen schwächer.

1 USD = 0.7854

Stand: 27.5.2026, nächstes Update: 28.5.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.