Marktnews Ölpreise fallen wegen neuer Hoffnungen auf US-Iran-Abkommen
Die Brent- und WTI-Futures gaben im frühen asiatischen Handel nach. Belastet wurden die Ölpreise vor allem von neuen Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran.
Beide Seiten deuteten zuletzt über informelle Kanäle an, dass erste Bestandteile eines möglichen Abkommens vorübergehend umgesetzt werden könnten. Dazu zählt offenbar auch die Frage der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus. Schwierige Themen wie das iranische Atomprogramm sollen demnach erst später verhandelt werden. Zugleich verschärfte Washington den Ton gegenüber Oman. Die US-Regierung warnte das Land davor, mit dem Iran bei einer möglichen Kontrolle des Schiffsverkehrs durch Hormus zusammenzuarbeiten. Finanzminister Scott Bessent machte deutlich, dass die USA keine Form von Gebühren- oder Mautsystem in der Meerenge akzeptieren würden. Oman gilt seit Jahren als wichtiger Vermittler zwischen Teheran und Washington. Die von Maskat unterstützten Gespräche brachten bislang jedoch keinen entscheidenden Durchbruch und wurden mehrfach durch militärische Spannungen überschattet. Unterdessen kündigte Venezuela an, in den kommenden Wochen mit weiteren internationalen Ölunternehmen über neue Verträge zu verhandeln. Die Regierung verweist dabei auf ein investorenfreundlicheres Ölgesetz und auf bereits ausgeweitete Vereinbarungen mit mehreren ausländischen Energiekonzernen.