Marktnews Brent legt zu nach US-Angriffen auf Iran
Der ICE-Brent-Preis stieg im frühen asiatischen Handel, da die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten die Märkte stützten. Auslöser waren US-Angriffe auf iranische Ziele, nachdem ein US-Hubschrauber über der Strasse von Hormus abgeschossen worden war.
Brent und WTI lagen am Morgen im Plus, nachdem beide Kontrakte am Vortag deutlich nachgegeben hatten. Nach Angaben des US-Zentralkommandos begannen die USA mit „Selbstverteidigungsschlägen“ gegen Ziele im Iran. Präsident Donald Trump hatte demnach Vergeltungsmassnahmen angeordnet, nachdem ein US-Helikopter nahe der Küste Omans getroffen worden war. Die Besatzung blieb laut Centcom unverletzt. Das iranische Aussenministerium und die Revolutionsgarden wiesen eine direkte Verantwortung für den Abschuss zurück. Unterdessen kündigte die Europäische Kommission an, geplante Anpassungen der Ölpreisobergrenze für russisches Rohöl und Ölprodukte vorerst auszusetzen. Teil eines neuen Sanktionspakets sind zudem Massnahmen gegen weitere Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Die US-Energieinformationsbehörde erklärte zudem, dass sich die US-Rohölprognosen für das kommende Jahr kaum verändert hätten. Die globalen Aussichten seien jedoch wegen des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und Iran deutlich gesenkt worden.