Marktnews Brent steigt weiter wegen Spannungen im Nahen Osten
Die ICE-Brent-Futures legten im frühen asiatischen Handel zu, da der Markt nach den jüngsten Angriffen zwischen den USA und dem Iran weiterhin mit Lieferengpässen im Nahen Osten rechnet.
Iran führte nach den jüngsten US-Angriffen auf iranische Ziele Vergeltungsschläge durch. Das US-Zentralkommando teilte mit, die USA hätten weitere „Selbstverteidigungsschläge“ gegen mehrere Ziele im Iran gestartet. Iranische Medien berichteten, die Angriffe hätten unter anderem Einheiten der Revolutionsgarden, Küstenposten, das Polizeipräsidium und das Gebiet um den Flughafen Bandar Abbas getroffen. Als Reaktion meldeten die Revolutionsgarden Angriffe auf mehrere wichtige US-Militärziele in der Region. Die Eskalation folgt auf wechselseitige Erklärungen aus Washington und Teheran, wonach beide Seiten die Durchfahrt von Tankern und anderen Schiffen durch die Strasse von Hormus zu ihren eigenen Bedingungen ermöglichen wollen. Unterdessen prüft der kuwaitische Staatskonzern KPC eine Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, um Öl- und Produkttransporte auch bei möglichen künftigen Störungen im Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus aufrechterhalten zu können. Zusätzliche Unterstützung erhielt der Markt durch sinkende US-Rohölbestände. Nach Angaben der EIA gingen die Lagerbestände in der vergangenen Woche deutlich zurück und verzeichneten damit bereits den siebten Rückgang in Folge.