Marktnews Ölpreise unter Druck: Hoffnung auf US‑Iran‑Einigung belastet den Markt
Die Brent-Futures haben im frühen asiatischen Handel nachgegeben, nachdem es Anzeichen für Fortschritte bei einer möglichen Vereinbarung zwischen den USA und Iran gab.
Im Mittelpunkt steht die geplante Einrichtung eines gemeinsamen Ausschusses, der die weiteren Verhandlungen sowie die Beilegung von Streitigkeiten begleiten soll. Das nährt die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt und damit auf eine stabilere Versorgungslage am Ölmarkt. Gleichzeitig bleibt die Situation in der Region angespannt. Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus hat sich zuletzt deutlich verlangsamt, was als erstes Zeichen dafür gewertet wird, dass die Umsetzung der vorläufigen Vereinbarung nicht reibungslos verläuft. Aussagen aus Teheran und Washington deuten weiterhin auf unterschiedliche Sichtweisen zur Lage in der Meerenge hin. Unterdessen haben Kuwait und der Irak begonnen, erste Schritte zur Wiederherstellung ihrer Rohölproduktion und Exportkapazitäten einzuleiten. Beide Länder reagieren damit auf die Aussicht, dass sich die Bedingungen für Lieferungen durch Hormus verbessern könnten. Vor allem im Irak spielt dabei auch die Wiederaufnahme stillliegender Produktion eine wichtige Rolle. Zusätzlichen Einfluss auf den Markt haben neue EU-Sanktionen gegen Teile der russischen Ölschifffahrt. Damit bleibt der Ölmarkt insgesamt von geopolitischen Entwicklungen geprägt, auch wenn die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte zwischen den USA und Iran die Preise zunächst unter Druck setzt.