Marktnews Ölpreise geben leicht nach – Hoffnung auf neue Gespräche zwischen USA und Iran
Belastet wurden die Notierungen vor allem von Anzeichen, dass die USA und der Iran trotz der jüngsten Eskalation ihres militärischen Konflikts wieder Gespräche über eine Beilegung der Krise aufnehmen könnten.
Auslöser waren Äusserungen von US-Präsident Donald Trump. Er sagte, aus dem Iran habe es ein Signal gegeben, dass man sich treffen wolle. Diese Aussagen weckten an den Märkten die Hoffnung, dass es trotz der anhaltenden Kämpfe erneut diplomatische Bemühungen geben könnte. Gleichzeitig bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran haben sich zuletzt verschärft. US-Streitkräfte griffen Ziele im Iran an, Teheran reagierte mit Attacken auf amerikanische Militäreinrichtungen in den Golfstaaten. Eine direkte Ausweitung auf wichtige Energieanlagen blieb bislang zwar aus, das Risiko für den Ölmarkt bleibt jedoch hoch. Zusätzliche Unsicherheit bringt die verschärfte Durchsetzung der US-Massnahmen gegen den Iran. Das US-Militär geht gegen Schiffe vor, die nach amerikanischer Darstellung gegen die erneute Blockade iranischer Häfen verstossen. Gestützt werden die Ölpreise weiterhin von starken Raffineriemargen in den USA. Dagegen bremsen schwächere Signale aus China, wo geringe Margen und Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik die Rohölnachfrage belasten. Insgesamt bleibt der Markt von zwei gegenläufigen Kräften geprägt: geopolitische Risiken auf der einen Seite, Hoffnungen auf Diplomatie und eine verhaltene Nachfrageentwicklung in China auf der anderen.