Marktnews Ölpreise geben trotz neuer Risiken im Roten Meer nach
Die Ölpreise sind im frühen asiatischen Handel leicht gefallen, obwohl sich die Lage rund um saudische Exporte über das Rote Meer erneut verschärft hat.
Auslöser der Spannungen ist eine Ankündigung der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen, die saudische Schifffahrt im Roten Meer blockieren zu wollen. Sollte dies umgesetzt werden, könnte insbesondere die wichtige Route durch die Meerenge Bab al-Mandab beeinträchtigt werden. Unklar blieb zunächst, welche Schiffe konkret betroffen wären. Eine solche Eskalation könnte den Ölmarkt spürbar treffen, da Saudi-Arabien zu den wichtigsten Rohöllieferanten für Asien zählt. Bereits seit Ende 2023 hatten Angriffe der Huthis den Schiffsverkehr im Roten Meer stark belastet. Zusätzliche Unsicherheit brachte ein Zwischenfall vor der Küste Omans, wo ein Tanker in griechischem Besitz teilweise sank. Gleichzeitig richten die USA ihren Fokus im Konflikt mit dem Iran offenbar stärker auf die Sicherung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus. Zwar signalisierten Washington und Teheran zuletzt erneut Gesprächsbereitschaft, doch angesichts des tiefen Misstrauens zwischen beiden Seiten bleiben die diplomatischen Aussichten fragil. Insgesamt zeigt sich der Markt damit zwischen geopolitischen Risiken und vorsichtiger Hoffnung auf neue Gespräche hin- und hergerissen.