Marktnews Ölpreise steigen weiter nach Angriffen im Roten Meer
Die Ölpreise haben im frühen asiatischen Handel weiter zugelegt, nachdem neue Angriffe im Roten Meer die Sorgen um die Sicherheit wichtiger Schifffahrtsrouten verschärft haben.
Auslöser waren Berichte über Angriffe der Huthi-Miliz auf zwei Tanker, die nach Angaben der Gruppe saudisches Rohöl transportierten. Die Huthis stellten die Attacken als Teil ihres Vorgehens gegen saudische Schiffe im Roten Meer dar. Auch die britische Seeschifffahrtsaufsicht meldete, dass ein Tanker von einem Geschoss getroffen wurde und an Bord Feuer ausbrach. Zusätzliche Unsicherheit kommt aus der Strasse von Hormus. Dort hat sich der Schiffsverkehr nach verstärkten iranischen Angriffen deutlich verändert. Laut Tracking-Daten meiden viele Schiffe inzwischen die von den USA unterstützte südliche Route und weichen stattdessen auf andere Passagen aus. Das unterstreicht, wie angespannt die Lage auf einer der wichtigsten Öltransportrouten der Welt derzeit ist. Belastet wird der Markt zudem von einem Tropensturm an der US-Golfküste. Der Sturm trifft eine Region mit zahlreichen Raffinerien, Exporthäfen und Energieanlagen und könnte dort den Betrieb beeinträchtigen. Damit sorgen geopolitische Spannungen im Nahen Osten und wetterbedingte Risiken in den USA gleichzeitig für Aufwärtsdruck bei den Ölpreisen.