Marktnews Ölpreise geben nach
Die Ölpreise haben im frühen asiatischen Handel nachgegeben, nachdem mehrere Opec+-Staaten ihre Förderziele erneut angehoben hatten.
Auslöser war die Entscheidung von sieben Kernmitgliedern der Opec+, ihre gemeinsame Förderobergrenze im August weiter anzuheben. Damit rückt eine weitgehende Rücknahme der bislang freiwilligen Kürzungen näher. Es ist die fünfte Produktionsausweitung seit Beginn des US-Iran-Konflikts. Mit der allmählichen Normalisierung des Tankerverkehrs durch die Strasse von Hormus erholen sich auch die Rohölexporte aus Saudi-Arabien. Marktteilnehmer beobachten dabei genau, wie schnell die Produzenten am Persischen Golf ihre physische Versorgung wieder auf das Vorkrisenniveau bringen können. Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt den Gesprächen zwischen Irak und der Türkei über die Zukunft der Pipeline nach Ceyhan. Die Leitung ist für den Irak besonders wichtig, weil sie neben Basra die einzige Rohölexportroute des Landes darstellt. Für Unsicherheit sorgt zudem der anhaltende Krieg in Osteuropa: In der Nacht auf den 4. Juli wurde ein Ölterminal in St. Petersburg angegriffen. Der Angriff reiht sich in die ukrainischen Attacken auf russische Energieinfrastruktur ein, die den Betrieb von Raffinerien bereits beeinträchtigt haben.