Marktnews  ICE: Brent steigt

Die Ölpreise sind im frühen asiatischen Handel weiter gestiegen, da die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus nach wie vor deutlich beeinträchtigt ist.
Das nährt die Sorge vor anhaltenden Unterbrechungen der Versorgung. Der ICE-Brent-Future für November legte bis 04:00 GMT auf 91,26 Dollar je Barrel zu und lag damit 77 Cent über dem Schlussstand vom 31. August. Bereits am Vortag war der Kontrakt um 2,39 Dollar je Barrel gestiegen. Nach Daten des Schifffahrtsanalyseunternehmens Windward blieb der Verkehr durch die Strasse von Hormus auch am Wochenende stark eingeschränkt. Am Samstag wurden lediglich sieben, am Sonntag zehn Durchfahrten registriert. Zusätzliche Nervosität entstand durch einen Vorfall vom späten 31. August: Nach Angaben der britischen Seesicherheitsbehörde UKMTO wurde ein Tanker beim Transit durch die Strasse von Hormus von drei nicht identifizierten Geschossen getroffen. Parallel dazu meldete die iranische Armee einen Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo nach iranischen Angaben US-Hubschrauber stationiert gewesen seien. Das Verteidigungsministerium der VAE wies diese Darstellung jedoch als „falsch“ zurück. Unterstützung erhielt der Markt zudem von der Nachfrageseite: Japan importierte im Juli so viel US-Rohöl wie nie zuvor. Dadurch stiegen die gesamten Rohölimporte des Landes sowohl im Jahres- als auch im Monatsvergleich — trotz der Lieferstörungen infolge des Konflikts zwischen den USA und Iran.

1 USD = 0.8087

Stand: 1.9.2026, nächstes Update: 2.9.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.