Marktnews Ölpreise steigen weiter wegen Eskalation zwischen den USA und Iran
Marktteilnehmer reagieren vor allem auf die anhaltenden Angriffe beider Seiten und die wachsenden Spannungen rund um die Strasse von Hormus.
Bereits zu Wochenbeginn waren die Preise deutlich gestiegen und erreichten den höchsten Stand seit mehreren Wochen. Auslöser waren gegenseitige Angriffe der US-amerikanischen und iranischen Streitkräfte. Zuvor soll der Iran saudische Tanker ins Visier genommen haben, die die wichtige Schifffahrtsroute passieren wollten. Nach Angaben des US-Zentralkommandos richteten sich amerikanische Luftangriffe gegen Einrichtungen der Islamischen Revolutionsgarde im Süden Irans. Iranische Medien berichteten von Angriffen auf Ziele in der Nähe der Strasse von Hormus und bei Bandar Abbas. Die Revolutionsgarde erklärte ihrerseits, sie habe mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in der Region reagiert. Berichte über mögliche Opfer auf einem US-Stützpunkt wurden von amerikanischer Seite bislang nicht bestätigt. Das US-Militär bezeichnete die Angriffe als Vergeltung, nachdem zwei grosse Rohöltanker mit saudischer Ladung in der Strasse von Hormus in Sicherheitsvorfälle verwickelt worden waren. Laut Schifffahrtsdaten hatten beide Tanker ihre Fracht in Saudi-Arabien aufgenommen. Unterdessen legte auch die US-Rohölproduktion zuletzt leicht zu. Nach Angaben der amerikanischen Energiebehörde wurden Rückgänge in einigen Fördergebieten durch höhere Produktion in anderen Regionen mehr als ausgeglichen.