Marktnews Ölpreise geben leicht nach – Markt blickt weiter auf den Konflikt im Nahen Osten
Die Ölpreise haben im frühen asiatischen Handel leicht nachgegeben, während Händler die Entwicklung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter aufmerksam verfolgen.
Besonders im Fokus steht die Strasse von Hormus, wo der Schiffsverkehr zuletzt deutlich zurückging. Hintergrund sind die gegenseitigen Angriffe in der Nähe der wichtigen Meerenge. Trotz der angespannten Lage betonen US-Vertreter, dass die Passage unter Kontrolle sei und weiterhin grosse Mengen Rohöl die Region verlassen. Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt auch den USA: Venezolanisches Rohöl aus einem kürzlich angekündigten Abkommen könnte im Rahmen der Wiederauffüllung der strategischen Ölreserve gegen leichtere Rohölsorten getauscht werden. Hintergrund ist, dass die US-Reserve nicht für die direkte Lagerung der schweren venezolanischen Qualitäten ausgelegt ist. Unterdessen haben chinesische Raffinerien ihre Rohölkäufe zurückgefahren. Ausschlaggebend sind die gestiegenen Kosten infolge der neuen Spannungen im Nahen Osten sowie die Unsicherheit über die Nachfrage in den kommenden Monaten. Damit werden die positiven Impulse aus guten Raffineriemargen und robusten Kraftstoffexporten derzeit überlagert.