Marktnews Ölpreise steigen nach neuer Eskalation zwischen USA und Iran
Die Ölpreise haben im frühen asiatischen Handel zugelegt, nachdem die USA mehrere iranische Öltanker angegriffen haben sollen und Iran daraufhin mit Angriffen auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien reagierte.
Nach Angaben des US-Militärs wurden mehrere Tanker in der Nähe iranischer Verladegebiete und im Golf von Oman zerstört. Die Besatzungen hätten die Schiffe zuvor verlassen können. Gleichzeitig deuteten Warnmeldungen aus Jordanien auf iranische Raketenangriffe gegen einen dortigen US-Stützpunkt hin. Unabhängige Bestätigungen für weitere Vorfälle in der Golfregion lagen zunächst nicht vor. Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus hat sich zuletzt zwar leicht belebt, bleibt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau vor Ausbruch des Krieges. Die Passage durch die Meerenge gilt damit weiter als erheblich gestört. Zusätzlichen Druck auf den Markt erzeugen neue US-Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften. In Asien rückt nach Einschätzung von Marktteilnehmern die Versorgungssicherheit zunehmend vor den Preis, was die Nachfrage nach verlässlich gelieferten Rohölladungen steigen lässt. Stützend wirkt zudem die Entwicklung in China: Die Rohölimporte haben sich im August weiter erholt. Händler rechnen damit, dass das Land seine Käufe im weiteren Jahresverlauf ausweiten muss, um sinkende Lagerbestände auszugleichen.