Marktnews Ölpreise geben leicht nach – Versorgungssorgen bleiben hoch
Die Ölpreise sind im frühen asiatischen Handel leicht gesunken, blieben wegen anhaltender Sorgen um die Versorgungslage nach weiteren Tankerangriffen im Golf jedoch auf hohem Niveau.
Nach Angaben der britischen Seesicherheitsorganisation UKMTO wurden zwei Tanker bei getrennten Vorfällen von unbekannten Flugkörpern getroffen. Einer der Angriffe ereignete sich nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten, der andere vor der irakischen Küste. Bei einem Schiff deuteten erste Hinweise auf Wassereinbruch hin. Zusätzliche Unsicherheit kam von der russischen Schwarzmeerküste: Das Terminal des Caspian Pipeline Consortium setzte Verladungen nach einem Drohnenangriff vorübergehend aus. Später hiess es aus Kasachstan, die Verladungen seien wieder normal aufgenommen worden. US-Präsident Donald Trump erklärte unterdessen, die Ölpreise dürften sich wohl erst nach den Kongresszwischenwahlen beruhigen. Auch die US-Energiebehörde EIA rechnet zum Jahresende mit höheren Rohölpreisen als bisher erwartet. Als Grund nennt sie einen stärkeren Rückgang der weltweiten Lagerbestände.