Marktnews Ölpreise steigen weiter wegen neuer Angriffe im Nahen Osten
Auslöser sind die zunehmenden Angriffe im Nahen Osten, die den Druck auf die ohnehin angespannte Versorgungslage weiter erhöhen.
Nach Angaben der britischen Seesicherheitsbehörde UKMTO wurden vor der Küste Omans erneut Schiffe angegriffen. Ein Kapitän berichtete, dass mehrere unbekannte Flugkörper zwei Schiffe getroffen hätten. Auf einem der Schiffe brach demnach ein Feuer aus, zum Zustand des zweiten lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Der Vorfall ereignete sich nahe einer Transitroutenführung in der Strasse von Hormus. Trotz der verschärften Sicherheitslage liefen die Rohölexporte durch die Meerenge zuletzt weiter in etwa auf dem Niveau der vergangenen Monate. Marktteilnehmer beobachten die Lage jedoch zunehmend mit Sorge, da jede weitere Eskalation die Lieferketten rasch beeinträchtigen könnte. Zusätzliche Risiken drohen in Saudi-Arabien. Neue Angriffe auf Energieanlagen im Süden des Landes könnten die bereits belasteten Exporte von Mineralölprodukten weiter stören und die Erholung der Verladungen über den Hafen Jizan verzögern. Sollten die Beeinträchtigungen anhalten, könnte sich die Lage auf dem ohnehin knappen regionalen Markt für Ölprodukte weiter verschärfen. Unterstützung erhielten die Preise zudem von den jüngsten US-Lagerdaten. Die Rohölbestände gingen zuletzt leicht zurück, obwohl die Produktion auf hohem Niveau blieb.