Marktnews  Ölpreise geben nach – Sorgen um saudische Lieferungen bleiben

Die Ölpreise haben im frühen asiatischen Handel nachgegeben und damit einen Teil der kräftigen Vortagesgewinne wieder abgegeben.
Belastet wurde der Markt von Gewinnmitnahmen, während zugleich die Unsicherheit über die saudische Versorgung anhält. Nach Informationen aus dem Markt soll Aramco Rohöllieferungen an mehrere europäische Raffinerien gestrichen oder verschoben haben. Betroffen seien vor allem für Ende September geplante Ladungen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht. Die Verzögerungen nähren die Sorge, dass der Ausfall der wichtigen saudischen Ost-West-Pipeline länger andauern könnte. Die Leitung ist seit dem Angriff vor wenigen Tagen stillgelegt und spielt eine zentrale Rolle für den Export des Landes. Gleichzeitig versucht der Irak offenbar, zusätzliche Mengen am Markt unterzubringen. Händler berichten, dass kurzfristig verfügbare Ladungen von Basrah Heavy mit deutlichen Preisnachlässen angeboten wurden. Ob das auf breites Interesse stösst, ist allerdings offen, da die Spannungen rund um die Strasse von Hormus den Transport weiter erschweren. Für zusätzliche Nervosität sorgten zudem neue Angriffe auf russische Raffinerien. Nach ukrainischen Angaben wurde erneut eine Anlage des Konzerns Rosneft getroffen. Damit bleibt auch die Lage bei der Energieinfrastruktur ausserhalb des Nahen Ostens ein Risikofaktor für den Ölmarkt.

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Stand: 16.9.2026, nächstes Update: 17.9.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.