Marktnews Ölpreise fallen trotz saudischer Lieferzusagen
Die Ölpreise haben im frühen asiatischen Handel nachgegeben. Ausschlaggebend war, dass der Markt trotz des Ausfalls einer wichtigen Pipeline weiter mit umfangreichen Rohöllieferungen aus Saudi-Arabien rechnet.
Saudi Aramco will im September und Oktober weiterhin grosse Mengen Rohöl über die Strasse von Hormus an Kunden im asiatisch-pazifischen Raum liefern. Zuvor hatte der Konzern nach Einschränkungen bei den Exporten über das Rote Meer zusätzliche Spotmengen an wichtige Abnehmer in Asien verkauft. Für neue Spannungen sorgte ein Angriff auf einen Küstentanker in der Strasse von Hormus, zu dem sich iranische Streitkräfte bekannten. Das Schiff war laut Schifffahrtsdaten mit Heizöl vom Irak in die Vereinigten Arabischen Emirate unterwegs. Gestützt wurde der Markt zugleich von der starken Nachfrage nach russischem ESPO-Rohöl. Vor allem chinesische Raffinerien griffen erneut verstärkt zu, da sie angesichts der verschärften Lage zwischen den USA und dem Iran Versorgungsengpässe befürchten. Auch aus den USA kam ein Signal an den Markt: Wegen der zuletzt gestiegenen Ölpreise hält Energieminister Chris Wright eine weitere Freigabe von Rohöl auf Leihbasis aus der strategischen Reserve für möglich.