Marktnews Ölmarkt reagiert gelassen auf neue Huthi-Angriffe
Die Brent-Rohöl-Futures gaben im frühen asiatischen Handel nach, obwohl die Huthi-Miliz ihre Angriffe auf Saudi-Arabien fortsetzte. Auch die US-Rohöl-Futures notierten schwächer.
Die Huthi-Rebellen teilten mit, sie hätten erneut Ziele in Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen angegriffen. Betroffen gewesen seien nach eigenen Angaben sensible Ziele in Riad sowie eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Yanbu. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien, dass Aramco-Anlagen getroffen wurden, liegt bislang nicht vor. Die jüngsten Angriffe folgten kurz auf einen Angriff auf Aramcos Ost-West-Pipeline. Diese Transportstrecke ist für Saudi-Arabiens Ölexporte besonders wichtig, vor allem seit die Spannungen im Konflikt mit dem Iran die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus belasten. Nach Angaben aus Saudi-Arabien könnten die Reparaturen noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zusätzlichen Einfluss auf den Markt hatten neue US-Gesetze, die Sanktionen gegen wichtige Käufer von russischem Öl und Erdgas vorsehen. Die US-Regierung muss nun innerhalb einer Frist entscheiden, ob und in welcher Form sie diese Massnahmen umsetzt. Möglich sind dabei auch hohe Zusatzzölle auf Importe aus betroffenen Ländern. Zu den grössten Abnehmern russischen Rohöls zählen vor allem China, Indien und die Türkei. Gleichzeitig bleiben einige Lieferungen, etwa aus Kasachstan über russische Pipelines, von den Massnahmen ausgenommen.